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Fehrbellin Solaranlage auf alter Deponie
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin Solaranlage auf alter Deponie
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14:28 23.08.2018
Auf der ehemaligen Plakotex-Deponie in Fehrbellin soll ein Solarpark entstehen.
Auf der ehemaligen Plakotex-Deponie in Fehrbellin soll ein Solarpark entstehen. Quelle: Peter Geisler
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Fehrbellin

Auf der ehemaligen Plakotex-Betriebsdeponie in Fehrbellin soll eine Solaranlage entstehen. Der Geschäftsführer der Berliner Firma Parabel Jürgen Will hofft, mit dem Bau im Spätsommer kommenden Jahres beginnen zu können. Wie groß die Anlage auf dem etwa sechs Hektar großen Areal wird, ist derzeit noch offen – vom Ausgang des Genehmigungsverfahren hängt ab, wie viel Solarpaneele Parabel errichten darf.

Parabel will auf der Fläche zwischen Luchstraße und Autobahn bis zu 2,5 Millionen Euro investieren. Das Berliner Unternehmen plant bis zu vier Anlagen, die jeweils etwa einen Hektar groß sind und eine Maximalleistung von 750 Kilowattstunden haben. Noch allerdings ist nicht entschieden, ob der eigentliche Deponiekörper bebaut werden darf oder nur die angrenzenden Flächen.

Bauantrag im nächsten Jahr

Die Mitglieder des Hauptausschusses hatten sich am Mittwochabend dafür ausgesprochen, den Vorentwurf für den B-Plan frühzeitig öffentlich auszulegen. Stimmen auch die Gemeindevertreter in der kommenden Woche dafür, könnte das Papier im September im Rathaus ausliegen. „Wir hoffen, in der Mitte nächsten Jahres einen Bauantrag stellen zu können“, sagte Will.

Bevor Parabel in Fehrbellin bauen kann, muss sich das Unternehmen zunächst mit der Naturschutzbehörde des Kreises abstimmen. In den vergangenen Monaten sind Flora und Fauna des Areals kartiert worden. Lediglich bei einzelnen Tierarten fehlen noch Untersuchungsergebnisse. Experten sollen unter anderem prüfen, ob sich im Umkreis der ehemaligen Deponie seltene Greifvogelarten wie etwa der Rotmilan angesiedelt haben. Sollten Brutreviere festgestellt werden, so könnte das Auflagen für die Solaranlage zur Folge haben.

Pläne auch für Herzberg

Parabel will auch im Herzberger Gewerbegebiet Solaranlagen errichten. Ein entsprechender Bauantrag sei inzwischen gestellt, sagte Will. Allerdings ist das Verfahren noch nicht entschieden.

 

Von Frauke Herweg

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