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Fehrbellin Süße Suchtmittel
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00:28 26.11.2018
Flüssiges Glück aus der Kakaofabrik Fehrbellin.
Flüssiges Glück aus der Kakaofabrik Fehrbellin. Quelle: Peter Geisler
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Fehrbellin

Schokolaaade! Naschkatzen bekommen angesichts der süßen Sünde leuchtende Augen – und das sind nicht nur Kinder. Ob als Tafel, Riegel oder Praline, ob als heißer Kakao oder Eisschokolade, ob als Kuchenüberzug oder Brotaufstrich – Schokolade gibt es in tausenden Variationen. Nahezu alle haben jedoch gemeinsam, dass sie aus Kakaobohnen gemacht werden – die unscheinbaren Samen des Kakaobaumes, deren Geschmack bereits die Azteken schätzten und den Baum als heilig verehrten. Sie verwendeten Kakao sogar als Zahlungsmittel. Hauptsächlich wird Kakao in Afrika und Mittelamerika angebaut – und weltweit verarbeitet. Bevor die Kakaobohne ihr süßes Inneres enthüllt, muss sie erst einen aufwändigen Prozess durchlaufen. Welcher, das erfahren MAZ-Leser beim 16. Betriebsausflug. Dann geht’s in die Kakaofabrik.

Beim Betriebsrundgang werden die Maschinen gezeigt

Einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Firma Tulip Cocoa gibt es für maximal 15 MAZ-Leser am Mittwoch, 5. Dezember, ab 14 Uhr innerhalb der Reihe „Betriebsausflug“ der Märkischen Allgemeinen und der Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg (REG). Bei einer exklusiven Betriebsführung durch die Räume des Fehrbelliner Unternehmens können Neugierige alles über die Kakaofabrik erfahren, die in den vergangenen Jahren oft um ihre Existenz bangen musste.

Erst im Mai 2017 hat die internationale Ecom-Gruppe mit Sitz in der Schweiz das insolvente Unternehmen Euromar Commodities übernommen und den mehr als 100 Beschäftigten die Arbeitsplätze gerettet. Unter dem Namen Tulip Cocoa werden nun wieder Kakaobohnen verarbeitet.

Am Anfang wird es eine kurze Unternehmenspräsentation geben, verrät Ronny Homuth, Personalreferent bei Tulip Cocoa. Dann geht es ins Allerheiligste, das für normale Besucher sonst nicht zugänglich ist, um die Maschinen in Aktion zu erleben.

Die Kakaofabrik ist Lieferant für die Süßwarenindustrie

Los geht’s am großen Trichter, wo die Bohnen eingeschüttet werden. „Sie werden zuerst geschlagen, damit sie sich öffnen“, erklärt Homuth. Dann geht’s in eine Maschine mit vielen Messern, in der die Bohnen mit einem Feinheitsgrad von 99 Prozent fein zu Pulver zermahlen werden – in gerade erst angeschafften nagelneuen Mahlmaschinen.

Das Pulver wird mit starken 800 Bar zu einer festen Masse zusammengepresst, verrät Homuth weiter. Dabei wird die Kakaobutter herausgepresst. „Die kommt flüssig unten raus – 50 Prozent aus jeder Bohne.“ Was übrig bleibt ist der sogenannte Cake oder Presskuchen – der wird pulverisiert und anderweitig verarbeitet. Die Kakaobutter wird dann an die Süßwarenhersteller geliefert. Eine Kostprobe wird es bei der Besichtigung nicht geben: „Kakaobutter schmeckt und riecht eigentlich nach gar nichts“, erklärt Homuth. Sie muss auch, bevor sie zum Weiterverarbeiten gelangt, noch desodoriert werden – von unerwünschten Begleitstoffen befreit.

Interessenten für den Betriebsausflug zur Firma Tulip Cocoa können sich unter kundencenter.neuruppin@MAZ-online.de oder ab Montag, 26. November, 9 Uhr telefonisch im MAZ-Kundencenter melden: 03391/45 75 40. Bei mehr Bewerbern als Plätzen entscheidet das Los. Die Gewinner werden am Freitag, 30. November, in der MAZ bekanntgegeben.

Von Regine Buddeke

22.11.2018
19.11.2018