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Fehrbellin Mit einem Extra-Bus nach Wustrau
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin Mit einem Extra-Bus nach Wustrau
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18:34 23.01.2019
Noch ist völlig offen, ob in Sommer an den Wochenenden Extra-Busse zwischen Wustrau und dem Bahnhof Wustrau/Radensleben fahren werden. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin/Fehrbellin

Gibt es noch eine Chance, damit Touristen im Fontane-Jahr schnell und unkompliziert in das Zietendorf Wustrau sowie in das dortige Brandenburg-Preußen Museum kommen? Fehrbellins Bürgermeisterin Ute Behnicke gibt die Hoffnung nicht auf. Sie hat deshalb mit dem Vize-Landrat Werner Nüse (SPD) gesprochen. Die Idee ist, dass in diesem Sommer an den Wochenenden Extra-Busse für Touristen Fahrten vom Bahnhof Wustrau/Radensleben nach Wustrau anbieten. Dem Landkreis gehört die Busgesellschaft ORP.

Kleiner Fahrplanwechsel zur Landesgartenschau

„Wir prüfen, ob und ab wann wir den Fahrplan nach Wustrau anpassen können“, sagte gestern der ORP-Chef Ulrich Steffen. Möglich wäre das laut Steffen vielleicht ab Mitte April. Denn mit der Eröffnung der Landesgartenschau (Laga) in Wittstock wird es bei der Busgesellschaft sowieso Änderungen geben.

Steffen sprach gestern von einem „kleinen Fahrplanwechsel“. Ob dabei auch an den Wochenenden eine zusätzliche Verbindung vom Bahnhof Wustrau/Radensleben nach Wustrau und zurück angeboten werden kann, ist aber noch völlig offen. Schließlich hänge das auch davon ab, ob die Busgesellschaft für die Extra-Touren auch genügend Busfahrer hat, so Steffen.

Mit dem Dampfer macht es doch mehr Spaß

Der Bus-Chef fände es eleganter, wenn die Neuruppiner Fahrgastschifffahrt wieder zwischen der Stadt und Wustrau zum Einsatz kommen würde. Schließlich gibt es dort einen Steg. „So eine Tour mit einem Fahrgastschiff hat einen ganz anderen Charme“, sagte Steffen.

Auch Daniel Schmidt, der Geschäftsführer des Tourismus-Services und der Fahrgastschifffahrt Neuruppin, wäre es am liebsten, wenn er die Touren zwischen der Fontanestadt und Wustrau wieder anbieten könnte. Doch derzeit scheint es dafür keine Möglichkeit zu geben. Seit Mai 2017 wird schon darüber gestritten, wem der Steg in Wustrau eigentlich gehört. Der Unternehmer Arnd Heymann geht davon aus, dass er die Anlegestelle vom Insolvenzverwalter der Firma SSG Wustrau erworben hat.

Fahrgastschifffahrt lehnt jede Zusammenarbeit ab

Er wollte deshalb von der Fahrgastschifffahrt eine Art Versicherungsgebühr. Das hat diese abgelehnt, auch weil Arnd Heymann den Anleger von einen Tag auf den anderen gesperrt habe und die Fahrgastschifffahrt deshalb bestellte Ausflüge absagen musste, so Daniel Schmidt. Wegen „der Art und Weise“ von Heymann sowie des entstandenen Imageschadens lehnt Schmidt jegliche Zusammenarbeit mit Heymann ab.

Steg Wustrau Steg am Seeschlösschen Wustrau Quelle: Peter Geisler

Wegen des Streits um den Anleger überlegt die Gemeinde Fehrbellin auch, im hinteren Bereich des Schlossparkes von Wustrau eine alternative Anlegestelle zu errichten. Aber das geht wohl nicht so schnell, wie gedacht – zumal Fehrbellin für den Bau des neuen Steges auf Zuschüsse des Landes hofft.

Deshalb gibt es nun die Idee für Extra-Busse, die Gäste an den Wochenenden im Sommer vom Bahnhof Wustrau/Radensleben nach Wustrau und wieder zurück bringen.

Mögliche Überraschung vor Gericht

Möglicherweise gibt es noch eine andere Variante. Das Landgericht Neuruppin will an 7. März im Streit über den Wustrauer Steg entscheiden. Die Richterin hat bereits angekündigt, dass es dabei eine Überraschung für die Streitparteien geben könnte. Demnach könnte der Steg der Gemeinde Fehrbellin zugesprochen werden. Das wäre keinesfalls ungewöhnlich. „Die Stege in Lindow und Neuruppin gehören auch den Kommunen“, so Daniel Schmidt von der Neuruppiner Fahrgastschifffahrt .

Von Andreas Vogel

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