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Fehrbellin Fehrbellins Feuerwehr verliert Mitglieder – trotz Bereitstellung hoher Summen
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00:21 23.01.2019
Bürgermeisterin Ute Behnicke konnte am Freitag auch zwei neuen Feuerwehrmännern zu ihrer Ernennung gratulieren.
Bürgermeisterin Ute Behnicke konnte am Freitag auch zwei neuen Feuerwehrmännern zu ihrer Ernennung gratulieren.
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Fehrbellin

Die Gemeinde Fehrbellin wird in diesem Jahr 2,3 Millionen Euro für die Feuerwehren in der Gemeinde ausgeben. Davon sind allein fast 800.000 Euro für die Unterhaltung und den Betrieb sowie rund 1,5 Millionen Euro für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Wustrau bestimmt, sagte Bürgermeisterin Ute Behnicke am Freitag bei der Jahreshauptversammlung der Fehrbelliner Wehr. So ein hoher Betrag für die 13 Feuerwehren der Gemeinde sei nicht jedes Jahr zu stemmen, betonte Behnicke.

Behnicke: „Wir sind eine große Feuerwehr-Familie“

Die Bürgermeisterin setzt auch deshalb darauf, dass sich weitere Wehren zusammenschließen, so wie es die von Altfriesack, Wustrau und Langen im Jahr 2017 getan haben. Deshalb war jetzt auch der Neubau in Wustrau notwendig geworden, weil das alte Feuerwehrhaus für die 44 Feuerwehrleute zu klein wurde.

„Wir sind eine große Feuerwehrfamilie“, so Behnicke, die weiterhin auf freiwillige Zusammenschlüsse setzt. Zeit dafür ist bis zum nächsten Jahr. Dann endet die Frist, die die Gemeinde 2016 gesetzt hatte, nachdem der sogenannte Gefahrenabwehrbedarfsplan den Feuerwehren in der Gemeinde Fehrbellin attestiert hatte, lediglich „bedingt einsatzbereit“ zu sein. „Wir sind einfach zu verzettelt“, so Behnicke. Deshalb sollen Feuerwehreinheiten zusammenrücken, da sonst die Gefahr droht, die zu kleinen Einheiten schließen zu müssen.

Erste Zusammenschlüsse gibt es schon

Seit dieser Einschätzung investiert die Gemeinde viel Geld in neue Technik für den Brandschutz, auch gab es erste Zusammenschlüsse. Neben dem von Wustrau, Altfriesack und Langen sind inzwischen ebenfalls Brunne, Betzin, Lentzke sowie Walchow und Protzen ein Team.

„Wir werden Ende des Jahres schauen, welche Zusammenschlüsse am sinnvollsten sind“, sagte Fehrbellins Gemeindewehrführer Cornelius Voyé.

Die Fehrbelliner Wehr hatte 119 Einsätze

Am Freitag war das offiziell kein Thema. Lediglich Olaf Lehmann, der stellvertretende Kreisbrandmeister, appellierte an die Feuerwehrleute miteinander zu reden und persönliche Befindlichkeiten abzulegen, wenn es um das Thema Zusammenlegungen gehe. „Uns trennt nichts, wir helfen uns untereinander, wir sind die Feuerwehr der Gemeinde Fehrbellin“, betonte Gemeindewehrführer Voyé.

Die meisten Einsätze leisten erfahrungsgemäß die Kameraden der Fehrbelliner Wehr, deren Zahl auf 29 sank. 2018 waren es 119 Einsätze, davon allein 41 wegen Brandmeldungen. „Es war ein heißes Jahr“, sagte Florian Lück. Fehrbellins Wehrführer erinnerte besonders an drei Ereignisse: den Unfalltod des einstigen Jugendwarts Karl Kotschate, den Brand eines Wohn- und Lagerhauses in Wustrau, bei dem die Löscharbeiten bei Temperaturen von unter Minus 10 Grad besonders schwierig waren sowie an den Lkw-Unfall auf der A 24, bei dem das Auto etwa fünf Meter tief neben der Fahrbahn auf dem Dach in einem Graben landete und zum Bergen ein Spezialkran aus Berlin gerufen werden musste. Nur mit dessen Hilfe konnte der eingeklemmte Beifahrer nach zweieinhalb Stunden gerettet werden.

Von Andreas Vogel

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