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Fehrbellin Bedarfsanalyse: 150 Plätze reichen für Fehrbelliner Kulturzentrum aus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin Bedarfsanalyse: 150 Plätze reichen für Fehrbelliner Kulturzentrum aus
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15:34 25.09.2019
Größere Veranstaltungen in Fehrbellin finden meist in der Rhinhalle statt – hier ein Konzert des Landespolizeiorchesters. Quelle: Peter Geisler
Fehrbellin

Bloß nicht zu groß: Die Potsdamer „complan Kommunalberatung“ rät davon ab, in Fehrbellin ein neues Kulturzentrum mit mehr als 200 Plätzen zu bauen.

Angemessen sei ein Gebäude mit etwa 150 Sitzplätzen, sagte Geschäftsführer Matthias von Popowski am Dienstagabend vor Gemeindevertretern. Von Popowski schlägt zudem vor, ein mögliches neues Kulturzentrum mit Angeboten für den Wasser- oder Radtourismus zu kombinieren.

Das Beratungsunternehmen hatte in den vergangenen Monaten eine Bedarfsanalyse erstellt. Dafür hatten die Berater Vereine befragt und eine Online-Umfrage gestartet, an der fast 300 Fehrbelliner teilnahmen.

Vier Vereine oder Einrichtungen hatten angekündigt, ein mögliches Kulturzentrum wöchentlich nutzen zu wollen. Elf Institutionen hatten Interesse an einer unregelmäßigen Nutzung angemeldet.

Saal, Bühne, kleinere Räume

Ortsvertreter hatten sich ursprünglich ein größeres Kulturzentrum gewünscht. Das halten die Experten von „complan“ jedoch für überzogen. Schwierig sei, dass ein mögliches Gebäude ganz unterschiedlichen Bedürfnissen genügen müsse, sagte von Popowski.

„Das macht das Ganze in der Planung nicht einfacher.“ Das Kulturzentrum müsse sowohl einen großen Saal, kleinere Räume für Workshops und Seminare, eine Grundausstattung an Bühnentechnik sowie einen temporären Cafébetrieb anbieten können.

Ungeklärt ist die Frage, wer das Haus künftig führen soll. „Wir haben weiterhin die Schwierigkeit, dauerhaft Leute für die Organisation zu finden“, sagte von Popowski. Er schlägt vor, dass ein bereits bestehender Verein oder ein noch zu gründender Dachverein den Betrieb des Hauses übernimmt.

Auch wassertouristische Angebote

Von Popowski und seine Kollegen empfehlen zudem, auch wasser- oder radtouristische Angebote in das Konzept des Kulturhauses mit aufzunehmen. Einen vielleicht geeigneten Standort haben sie bereits ausgeguckt – einen Garagenkomplex am Rhin. „Was dafür spricht, ist die Lage in der Gemeinde“, sagte von Popowski. Zudem sei die Gemeinde bereits Eigentümerin des Areals.

Die Experten haben die Kosten für ein Kulturzentrum mit 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Etwa zwei Drittel dieser Summe könnte über Fördermittel aufgebracht werden. Problematisch sind aus Sicht der Berater jedoch die hohen Bewirtschaftungskosten von jährlich etwa 100.000 Euro.

Nur ein kleiner Teil davon könne über Vermietungen wieder eingespielt werden, sagte von Popowski – den Großteil müsse die Gemeinde selbst stemmen. „Es gibt keine Förderung für den Betrieb freiwilliger Leistungen.“

 

Von Frauke Herweg

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