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Fehrbellin Fehrbellins Schützen böllern das neue Jahr ein
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14:18 05.01.2020
Feuer frei in Fehrbellin – das Neujahrsschießen der Schützengilde fand bereits zum 23. Mal statt. Quelle: Fotos (2): Peter Lenz
Fehrbellin

Im Gleichschritt und unter den dumpfen Schlägen der Marschtrommeln setzt sich der Zug der Fehrbelliner Schützengilde entlang der Johann-Sebastian-Bach-Straße in Richtung Rathaus in Bewegung – um das alte Jahr mit einem dreifachen Salut aus etlichen Vorderladern zu verabschieden und zugleich das neue mit drei Salutschüssen aus den historischen Kanonen und Haubitzen zu begrüßen.

Bereits zum 23. Mal gibt es dieses Neujahrsschießen bereits. Wie Jürgen Sternbeck, Ortsvorsteher der Gemeinde Fehrbellin und gleichzeitig Präsident der Schützengilde berichtet, ist dies auch immer Anlass, auf das alte Jahr zurückzuschauen und einen Blick auf das neue zu werfen.

Jürgen Sternbeck bei seiner Rede. Quelle: Peter Lenz

Dabei konzentrierte sich Sternbeck in seiner Rede vor den mehr als 70 Zuschauern vor allem auf die Aktivitäten des Schützenvereins, ließ aber auch die Arbeit des Ortsbeirates und der Gemeindeverwaltung mit einfließen. So konnten die Schützen im Vorjahr einen neuen Maibaum aufstellen, der – anders als alte – aus haltbaren Aluminium besteht.

Ein weiterer Höhepunkt im Vereinsleben war die Eröffnung der Hanse-Sail in Rostock: Hier durften die Fehrbelliner mit ihren beiden schweren Waffen – der 75-Millimeter-Haubitze und der 32-Millimeter-Kanone mittun.

Im Gleichschritt zum Platz - rechts Ernst Schenk, Kommandeur der Schützengilde. Quelle: Peter Lenz

Tradition hat auch das Einläuten – besser gesagt das Einböllern mit donnernden Getöse – der Fehrbelliner Festtage. Besonders wichtig ist für die Schützen aber auch die Teilnahme an den Festtagen zum Gedenken an die Schlacht von 1813 in Großbeeren gegen Napoleon, wo sie besonders auch auf Grund ihrer historischen Uniformen und Waffen stets gern gesehene Mitstreiter sind.

25. Jubiläum der Neugründung der Schützengilde begangen

Wie Sternbeck weiter ausführte, sind vor allem die blauschwarzen Uniformen der Schützengilde mit ihren weißen Gamaschen dem historischem Vorbild aus der Zeit der Schlacht zu Fehrbellin von 1675 nachempfunden, welche seinerzeit auch zu den ersten Uniformen überhaupt zählen dürften.

Aber auch sportlich taten sich die Schützen im vergangenen Jahr wieder hervor. So nahm man wieder zweimal an Wettkämpfen der Schützen in Friesack teil – und auch beim Vogelschießen wurde ein neuer Schützenkönig ermittelt. Am 6. Dezember des Vorjahres schließlich durfte man das 25. Jubiläum der Neugründung der Schützengilde festlich begehen, so Sternbeck.

Die Fehrbelliner Jagdhornbläser. Quelle: Peter Lenz

Als Ausblick für 2020 nannte der Präsident und Ortsvorsteher vor allem den 145. Jahrestag der ersten Gründung der Schützengilde und das gemeinsame Fest der Gemeinde Hakenberg und der Stadt Fehrbellin um den 29. Juni herum – an dem noch einmal die Schlacht zu Fehrbellin von 1675 nachgestellt werden soll. Einen akustischen Vorgeschmack dessen konnte man bereits am Sonntagvormittag bekommen.

Nachdem die Fehrbelliner Jagdhornbläser zum Sammeln geblasen hatten, gab es nach den präzisen Kommandos vom Kommandeur der Schützengilde Ernst Schenk ein ohrenbetäubendes Donnern und dichter Rauch erfüllte den Platz. Ohren zuhalten half kaum: Sogar bei in Kanonen-Nähe parkenden Autos führte die Druckwelle zum Auslösen der Alarmanlage.

An die Gewehre - legt an - Feuer. Quelle: Peter Lenz

Was die Arbeit des Ortsbeirates betraf, ging Sternbeck noch einmal auf die Kommunal- und Bürgermeisterwahlen und die damit verbunden Veränderungen ein – ebenso wie auf die Sanierung des Kurfürsten- und des Stadtparks. Er erwähnte die Zurückstellung der Sanierungspläne für den Rhinpark wegen fehlender Mittel.

Trotz der Kälte verharrten die Angehörigen der Schützen und die Zuschauer bis zum Ende – immerhin konnte man sich mit Glühwein innerlich aufwärmen. Für die Schützen selbst ging es im Anschluss zum gemeinsamen Eisbeinessen in den Fehrbelliner Lokschuppen.

Von Peter Lenz

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