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Fehrbellin Neues Feuerwehrdepot soll 2019 fertig sein
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin Neues Feuerwehrdepot soll 2019 fertig sein
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14:53 27.09.2018
Zeitung vom Tage: Bürgermeisterin Ute Behnicke füllt bei der Grundsteinlegung die Schatulle. Quelle: Frauke Herweg
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Wustrau

Das Ziel ist ehrgeizig – aber zu schaffen. Bis zum Jahresende soll das Rohbau samt Dach und Fenstern stehen. In einem Jahr dann, so hoffen die Planer, öffnet das neue Feuerwehrgerätehaus in Wustrau seine Tore.

Am Donnerstag hatten Bürgermeisterin Ute Behnicke und Wehrleiter Nico Kühl den Grundstein für das neue Haus gelegt. „Es wird ein zusammenwachsendes Heim werden“ sagte Kühl. Erstmals werde die fusionierte Feuerwehreinheit Wustrau-Altfriesack-Langen an einem Ort vereint sein. Noch rücken die Feuerwehrleute von drei unterschiedlichen Standorten aus.

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Platz für drei Fahrzeuge

In dem neuen Haus in der Wustrauer Ortsmitte werden drei Fahrzeuge Platz haben. Neben dem neuen Fahrzeug, das die Wehr im vergangenen Jahr bekommen hatte, soll auch das Dekontaminationsfahrzeug des Landkreises dort stationiert sein. „Die Rahmenbedingungen werden für eine freiwillige Feuerwehr sehr gut sein“, sagte Kühl. „Besser kann man als Feuerwehr nicht dastehen.“

Anders als bisher werden die Feuerwehrleute eigene Umkleiden haben. Zurzeit müssen sie sich neben den Fahrzeugen umziehen. Eine unnötige Gefahrenquelle, findet Kühl. Schließlich müssen die Fahrzeuge im Einsatzfall schnell die Garage verlassen.

Neue Schutzkleidung

Die Gemeinde rüstet die Feuerwehrleute zudem mit neuer Schutzkleidung aus. Einige Einheiten tragen bereits die neue sandfarbene Einsatzkleidung. „Als Nächste werden wir an der Reihe sein“, sagt Kühl.

Schon jetzt ist klar, dass in der neuen Halle auch ein neues Boot stehen soll. Noch sind die Feuerwehrleute der Einheit Wustrau-Altfriesack-Langen mit einem Paddelboot unterwegs. Kühl hofft, dass es bis Jahresende durch ein Motorboot ersetzt wird.

Zwar sind die Feuerwehrleute seiner Einheit eigentlich nur für den Bützsee zuständig. Doch wird ihre Hilfe mitunter auch auf dem Ruppiner See gebraucht. „Das kommt öfter vor.“

Noch keine Zusage vom Land

1,1 Millionen Euro wird das neue Depot kosten. Die Gemeinde hofft dabei auf finanzielle Hilfe vom Land. Noch allerdings fehlt die Zusage, dass 680000 Euro aus dem kommunalen Infrastrukturprogramm tatsächlich fließen. Bürgermeisterin Ute Behnicke hat jedoch „recht große Hoffnung“, dass die Gemeinde die Kosten nicht alleine aufbringen muss. „Die Ablehnungsbescheide sind alle verschickt.“

Das neue Feuerwehrgerätehaus entsteht auf einem Eckgrundstück von Ernst-Thälmann-Straße und Weinbergweg – unweit des alten Depots. Anfang August hatte die Gemeinde begonnen, dort eine alte Halle abzureißen. Gut zwei Wochen später begannen bereits die Arbeiten an dem Rohbau.

Bis zum Spätsommer kommenden Jahres will die Gemeinde auch in Dechtow eine neue Feuerwehrgarage errichten. Dazu soll ein Teil des ehemaligen Konsums umgebaut werden. In der vergangenen Woche hatte das Land seine finanzielle Hilfe dafür zugesagt.

Von Frauke Herweg