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Fehrbellin Hakenberg vereint Historie, Kunst und Kulinarik
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin Hakenberg vereint Historie, Kunst und Kulinarik
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00:43 23.04.2018
Goldelses kleine Schwester: Hakenbergs Denkmal. Quelle: Geisler
Hakenberg

Ein kleiner Ort mit einer großen Geschichte: Das ist Hakenberg bei Fehrbellin. Dort fand 1675 eine legendäre Schlacht statt, in der der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm die bis dahin ungeschlagenen Schweden besiegte. Dieses Gefecht ging als die Schlacht bei Fehrbellin in die Geschichte ein.

Vieles erinnert in Hakenberg noch daran. Bereits von weitem ist die Siegessäule, die kleine Schwester der Goldelse in Berlin, zu sehen. Das 36 Meter hohe Denkmal ist gekrönt von einer Bronze-Victoria. In der Kirche befindet sich eine Sammlung von Kanonenkugeln, die Bauern bis in die Neuzeit auf ihren Äckern fanden. Vor der Kirche steht die Siegessäulen-Bank des Lentzker Künstlers Lothar Seruset, mit der er seine ganz eigene Sichtweise auf diesen und andere Kriege ausdrückt. Nämlich, dass Krieg keine Lösung ist.

In unmittelbarer Nähe des Denkmals befindet sich die Gaststätte Waldhaus mit einem Streichelzoo. Nicht zum streicheln, aber dafür um so dekorativer, sind die Katzen, mit denen die Keramikerin Susann Noeske-Heisinger ihr selbst getöpfertes Geschirr bemalt. In ihrem Atelier in Hakenberg ist sie für das Tiermotiv zuständig, ihre Mutter Steffi Barchewitz dagegen für die zarten Wiesenmotive.

Tiere für den heimischen Herd gibt es im Hofladen des Hakenberger Fleischbetriebes gleich gegenüber der Siegessäule. Dort werden Rinder und Lämmer aus dem Rhinluch und Havelland geschlachtet, zerlegt und verkauft – alles aus einer Hand. Für das so genannte Dry-Aged Fleisch kommen die Kunden bis aus Berlin angereist. Das Fleisch wird dabei bis zu sechs Wochen einem Trocknungsprozess unterzogen und erhält so einen unverwechselbaren Geschmack.

Es gibt also viel Gründe, Hakenberg einmal zu besuchen.

Von Dagmar Simons

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