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Fehrbellin Initiative kämpft für Radweg durchs Rhinluch
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin Initiative kämpft für Radweg durchs Rhinluch
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00:22 28.02.2019
Stahlfachwerkbrücke bei Linumhorst: Die von der Initiative vorgeschlagene Route führt auch über den Alten Rhin. Quelle: Robert Tiesler
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Linum

Ein erstes Etappenziel ist erreicht: Die Projektinitiative „Radweg Kremmen-Linum“ übergibt am Dienstag der Fehrbelliner Bürgermeisterin Ute Behnicke und dem Kremmener Bürgermeister Sebastian Busse zwei Gutachten zu einem möglichen Radweg zwischen den beiden Orten.

„Ich will mit dem Fahrrad auch in die Nachbarorte fahren können“, sagt Projektinitiatorin Eva Witzgall aus Linum. „Wir sind hier von der Infrastruktur her abgehängt.“

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Seit Mai macht sich die Initiative für den Radweg stark

Im Mai vergangenen Jahres hatte sich die Initiative zusammengefunden, um sich für einen Radweg stark zu machen. Ihre Mitstreiter sammelten seitdem in den beiden Landkreisen Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel mehr als 1670 Unterschriften von Anwohnern, die sich einen solchen Radweg wünschen.

Inzwischen sind zudem zwei Gutachten entstanden – sie beziffern die Kosten für einen möglichen Weg auf etwa 4,6 Millionen Euro und machen Vorschläge, über welche Förderprogramme sich diese Summe finanzieren lässt.

Grüne unterstützen das Projekt

Noch ist unklar, ob der Radweg tatsächlich so gebaut wird wie die Initiatoren erhoffen. In Oberhavel unterstützen jedoch die Grünen das Projekt. Bei der nächsten Kreistagssitzung am 13. März wollen sie den Landkreis auffordern, möglichst bald Pläne für einen Radweg zu entwickeln.

Die Initiative schlägt einen Rundkurs vor: Vom Kremmener Bahnhof soll zunächst ein Weg bis nach Linumhorst und zur Brücke über den Rhin führen. Von dort fahren Radler über Zietenhorst, Hakenberg, Linum und Charlottenau zurück nach Kremmen.

Nur ein Teil des Weges führt entlang der Landesstraße L16. Der nördliche Teil der Strecke liegt im landschaftlich schönen – und ruhigen – Kremmener Luch.

Schöne Strecke für Radtouristen

Linums Ortsvorsteherin Wilma Nickel, die am Dienstag die Übergabe der Gutachten begleitetet, und Hakenbergs Ortsvorsteher Jens Schröder begrüßen die Initiative. „Das ist ökologisch sinnvoll“, sagt Schröder. Wolle die Region für Berliner Radtouristen attraktiv sein, müsste auch ein Radweg in Richtung Kremmen geschaffen werden. „Das ist unser Eingangstor.“

Mit dem Radweg, so hofft, Schröder, würde auch die Stahlfachwerkbrücke über den Alten Rhin bei Linumhorst eine sinnvolle Anbindung bekommen. Seit Längerem wird in Fehrbellin darüber diskutiert, das marode Bauwerk zu sanieren.

Am kommenden Donnerstag wollen die Gemeindevertreter darüber entscheiden, ob die Verwaltung Fördermittel für das Projekt beantragen soll. Ohne eine sinnvolle Anbindung allerdings, so fürchtet, Schröder, wäre die sanierte – und wenig frequentierte – Brücke „ein Ufo in der Landschaft“. „So hätte sie wenigstens einen Gebrauchswert.“

Schon existierende Wege

Der von der Radweginitiative erarbeitete Streckenverlauf ist ein Vorschlag. Sprecherin Eva Witzgall kann sich durchaus auch Abweichungen vorstellen. „Wir sollten uns jetzt nicht wegen der Strecke aufräufeln“, sagt sie.

Die vorgeschlagene Route führt auch über bereits existierende Platten- und Sandwege. Anders als die ebenfalls diskutierte Streckenführung entlang der Landstraße habe die Rundroute den Vorteil, dass Eigentumsverhältnisse weitgehend klar seien, sagte Schröder. „Der Zukauf der Grundstücke an der L 16 wäre zu kompliziert.“

Witzgall ist selbst passionierte Fahrradfahrerin. „Sehr viele Leute würden gerne das Rad nutzen“, sagt sie. Die gerade in der Kranichsaison viel befahrene Landstraße zwischen Kremmen und Linum sei für Radler jedoch abschreckend. „Dort lang zu fahren ist lebensgefährlich.“

 

 

 

Von Frauke Herweg