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Fehrbellin Initiative will weiter für sichere Radwege kämpfen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin Initiative will weiter für sichere Radwege kämpfen
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17:53 10.09.2019
Langer Korso in Wustrau: Mehr als 150 Menschen hatten sich an der Fahrraddemo beteiligt. Quelle: Frauke Herweg
Wustrau

Für die Veranstalter war es ein voller Erfolg – mehr als 150 Menschen beteiligten sich am Wochenende vor der Landtagswahl an der Fahrraddemo für Radwege zwischen Dammkrug und Wustrau sowie zwischen Altfriesack und Radensleben. Sobald sich der neue Landtag konstituiert hat, wollen Pfarrerin Ute Feuerstack und ihre Mitstreiter die Unterschriften für den Bau der Radwege in Potsdam übergeben. Schon vor der Demo hatten sich mehr als 2300 Menschen für den Bau der sicheren Routen ausgesprochen.

Klar ist schon jetzt: Die Befürworter von Radwegen entlang der Landesstraße L 164 müssen einen langen Atem haben. Das Land habe derzeit dort „keinen Radweg in Planung“, sagt der Sprecher des Infrastrukturministeriums Steffen Streu. In den nächsten Jahren möchte das Land die Verantwortung für Straßen sogar abgeben und sie dem Kreis übertragen. Wie andere Straßen auch ist die L 164 von Dammkrug bis Herzberg dem so genannten Grünen Netz zugeordnet – das sind Straßen, auf denen täglich weniger als 2500 Autos unterwegs sind. „Das Land will diese Straßen abgeben“, sagt Streu.

Übernahmen nicht ausgeschlossen

Gut 130 Kilometer könnten in Ostprignitz-Ruppin herabgestuft werden. Der Landkreis lehnt eine Übernahme von Landesstraßen nicht prinzipiell ab. Doch will er die finanziellen Konditionen einer Übernahme klären. „Wenn der finanzielle Rahmen stimmt, kann das im Einzelfall die Übernahme einer Straße befördern“, teilte Ostprignitz-Ruppins Vizelandrat Werner Nüse mit.

Nüse würde sich etwa wünschen, dass das Land im Zuge einer Herabstufung von Straßen die Finanzierung von Radwegen übernimmt – so auch die „dringend notwendige Radwegstrecke“ zwischen dem Bahnhof Radensleben und Altfriesack. Derzeit allerdings ruhen die Verhandlungen zur Übergabe von Straßen. Zwar habe das Ministerium Anfang Juli eine neue Stabsstelle zum Thema Abstufungen eingerichtet, teilte Nüse mit: „Allerdings gab es bis heute von dort keine Kontaktaufnahme zu uns.“

Seit dem Frühjahr macht sich eine Initiative aus Wustrau für den Bau neuer Radwege in die Nachbarorte stark. Gefordert werden Radwege von Dammkrug nach Wustrau sowie von Altfriesack über den Bahnhof Wustrau-Radensleben bis nach Radensleben.

Von Frauke Herweg

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