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Fehrbellin Geld für die Zukunft der Feuerwehr
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17:00 26.11.2018
Den symbolischen Scheck musste Innenminister Karl-Heinz Schröter  noch unterschreiben, bevor er ihn an Bürgermeisterin Ute Behnicke übergab.
Den symbolischen Scheck musste Innenminister Karl-Heinz Schröter noch unterschreiben, bevor er ihn an Bürgermeisterin Ute Behnicke übergab. Quelle: Peter Geisler
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Wustrau

Die Feuerwehrleute wollten offenbar auf Nummer sicher gehen – nicht dass es noch zu einem Unfall kommt. Innenminister Karl-Heinz Schröter konnte noch so kräftig an der Schnur ziehen: Die Plane über dem Baustellenschild neben der künftigen Feuerwache in Wustrau gab einfach nicht nach.

Kurzerhand wickelte der Minister die Reste des festhängenden Tuches, mit dem das Schild verhüllt war, gestern Früh einfach um einen Pfosten. So war endlich zu lesen, weshalb er gekommen war: um Geld aus dem Kommunalen Investitionsprogramm des Landes für die Feuerwehren zu übergeben.

Genau 592.500,98 Euro bekommt die Gemeinde Fehrbellin als Zuschuss zum Bau des Gerätehauses in Wustrau. Das soll die neue Heimat der gemeinsamen Feuerwehreinheit Wustrau-Altfriesack-Langen werden.

Bis nächsten September soll alles fertig sein

Bis September 2019 muss das Haus fertig sein, das ist eine Vorgabe des Landes. Vor ein paar Tagen hatten die Feuerwehrleute Richtfest gefeiert. Da konnte Schröter nicht kommen. Doch es war ihn ein dringendes Anliegen, den Förderscheck persönlich zu übergeben. „Also mussten wir uns einen Anlass ausdenken“, sagt Fehrbellins Bürgermeisterin Ute Behnicke. Kurzerhand durfte der Minister das Baustellenschild enthüllen.

Schröter ließ sich genau erklären, was da in Wustrau gebaut wird. Quelle: Peter Geisler

„Es ist eine meiner schönsten Aufgaben, den freiwilligen Helfern helfen zu können“, sagt Schröter. Überall im Land verteilt er gerade Zuschüsse. Die Landesregierung stellt insgesamt 35 Millionen Euro für Neu- und Umbauten von Feuerwehrgerätehäusern zur Verfügung, sagt er.

Im Schnitt macht so ein Zuschuss etwa die Hälfte der Gesamtkosten aus. Den Rest muss die jeweilige Gemeinde selbst bezahlen. Im Falle von Wustrau kommen 55 Prozent der Baukosten aus Potsdam. Fast genauso viel muss die Gemeinde Fehrbellin aufbringen.

Das neue Haus hat Platz für drei Fahrzeuge – und für alle Frauen und Männer, die jetzt in der gemeinsamen Einheit in Wustrau zusammenarbeiten. 44 Aktive sind es derzeit, sagt Einheitsführer Nico Kühl.

Am Tage gibt es ein Problem

„Mit 44 kann man schon ganz zufrieden sein“, findet Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald. Das Problem ist weniger die Zahl der Feuerwehrleute – sondern, dass fast alle am Tage weit entfernt arbeiten. Auch bei 44 Aktiven kann es passieren, dass die Wehr bei einem Notfall am Tage nicht ausrücken kann. Am Wochenende und nach Feierabend ist das kein Problem.

2015 hatte die Gemeinde Fehrbellin von Fachleuten überprüfen lassen, wie fit ihre Feuerwehren sind und wo es hakt. „Das Ergebnis damals war verheerend“, erinnert sich Ute Behnicke. Die Prüfer hatten den Wehren nur eine eingeschränkte Einsatzfähigkeit bescheinigt. Seitdem hat sich viel getan. Fehrbellin investiert in neue Technik und neue Gerätehäuser.

Der Zusammenschluss von Einheiten hat auch sehr geholfen, sagt Amtswehrführer Cornelius Voyé. Ein Wustrau ist so aus drei Einheiten eine entstanden, die wirklich einsatzfähig ist. Der Zusammenschluss hat auch viel für die Attraktivität der Wehr getan, sagt Cornelius Voyé.

Von Reyk Grunow

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