Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Fehrbellin Mathias Trypke will den Chefposten im Fehrbelliner Rathaus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin Mathias Trypke will den Chefposten im Fehrbelliner Rathaus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:29 29.08.2019
Landmaschinenmechaniker, Kaufmann, Sozialarbeiter: Mathias Trypke will den Sprung in die Verwaltung wagen. Quelle: Frauke Herweg
Fehrbellin

Seine Bewerbung hätte kaum später kommen dürfen. Eine Stunde vor Ablauf der Bewerbungsfrist hatte Mathias Trypke seine Kandidatur für das Fehrbelliner Bürgermeisteramt angemeldet. Weil eine Unterlage gefehlt hatte, war es denkbar knapp geworden. „Kurz vor Peng“, wie Trypke sagt.

Der 47-jährige Sozialarbeiter ist der dritte Kandidat im Rennen um das Fehrbelliner Bürgermeisteramt. Am kommenden Sonntag will er gewählt werden. Freunde und Bekannte hatte ihn angesprochen, ob er sich nicht kandidieren wolle. Die Linke stellte ihn schließlich auf. Trypke versteht einen Bürgermeister auch als Kommunikator. „Man muss die Menschen, die dort leben, zusammenbringen“, sagt er. Das will er gerne wagen. „Ich würde ganz eng mit den Ortsvorstehern zusammenarbeiten.“

Zurück nach Walchow

Trypke – Cowboystiefel, markanter Kinnbart – ist in Walchow aufgewachsen und lebt auch heute dort. „Ich war nie wirklich aus Walchow weg“, sagt er. Zwar hat der gelernte Landmaschinenmechaniker einige Jahre für eine niedersächsische Bauschlosserei gearbeitet. Dann wollte er jedoch zurück. „Ich bin sehr heimatverbunden.“

Als Vater einer Patchworkfamilie mit Kindern im Alter von sechs, 13 und 17 Jahren liegen Trypke vor allem die Fehrbelliner Schulen und Kitas am Herzen. Gerade bei der Fehrbelliner Oberschule gäbe es Modernisierungsbedarf, sagt er – etwa bei den Fachkabinetten. „Da könnte baulich einiges getan werden“, sagt er.

Patenschaften für Kitas

Trypke selbst hat von seinem Großvater einiges über Landwirtschaft gelernt. Er würde sich wünschen, dass Kitakinder im ländlichen geprägten Fehrbellin ähnliche Erfahrungen machen. Patenschaften zwischen Landwirten und Kitas – so seine Idee – sollen das ermöglichen.

Zu seinem heutigen Beruf ist Trypke über Umwege gekommen. Nach der Schule hatte er in Protzen zunächst eine Ausbildung als Landmaschinenmechaniker gemacht. „Nie mein Traumjob“, sagt er. Später ließ er sich zum Kaufmann für Grundstücks- und Wohnungswirtschaft ausbilden – und blieb auch in diesem Job ein Suchender. Die Protzener Pfarrerin Christiane Schulz schlug ihm schließlich vor, sich als Sozialarbeiter zu qualifizieren. Es war ein guter Vorschlag.

Inzwischen arbeitet Trypke seit sieben Jahren als Sozialarbeiter an der Neuruppiner Puschkinschule. Zuvor war er lange in der mobilen Jugendarbeit. Wer mit Trypke spricht, kann sich gut vorstellen, dass ihm diese Arbeit liegt. Trypke hört zu, wirkt verbindlich.

Zweifel an neuer Veranstaltungshalle

Wie Bürgermeisterkandidat Sven Bellin auch hat Trypke Zweifel, ob Fehrbellin wirklich eine neue Veranstaltungshalle braucht. In einer Umfrage hatten sich die Fehrbelliner dafür ausgesprochen. Trypke würde jedoch lieber andere Schwerpunkte setzen und sieht ungenutzte Kapazitäten bei den Dorfgemeinschaftshäusern – auch dort könnten sich Gruppen treffen. „Es gibt Sektionen der Fehrbelliner Sportvereine, die sich durchaus vorstellen können, Fahrgemeinschaften zu bilden.“

Zwischen Linum und Kremmen fährt kein Bus. Ein Ärgernis, findet Trypke. „Es gibt Eltern, die fahren ihre Kinder zum Kremmener Bahnhof, damit sie von dort an andere Schulen kommen.“ Für Schulkinder und Touristen müsse es eine zuverlässige Verbindung geben.

Mit dem Rad auf der Demo

Auch bei den Radwegen sieht Trypke Handlungsbedarf. Am vergangenen Sonnabend radelte er bei der Demo für Radwege entlangt der L164 zwischen Langen und Wustrau sowie zwischen Altfriesack und Radensleben mit. Gerade Kinder bräuchten sichere Radwege, sagt er. „Ich mache Kinder aktiver, wenn ich sie nicht mehr mit dem Auto überall hinfahre.“

Trypke ist begeisterter Westernreiter und geht mit seiner Familie gerne paddeln. Er begrüßt, dass die Gemeinde einen Rundkurs für Paddler erarbeitet. Noch sei der Wasserreichtum rund um Fehrbellin ein nicht gehobener Schatz, sagt Trypke. „Der Rhin ist mit der jetzigen Form des Wassertourismus noch nicht ausgelastet.“

Von Frauke Herweg

Fehrbellin Bürgermeisterwahl in Fehrbellin Mathias Perschall will Gemeindechef werden

In Fehrbellin laufe nicht alles rund. Mathias Perschall findet deshalb, dass die Gemeinde neue Perspektiven für die Zukunft braucht. Der SPD-Mann, der sich für hartnäckig, aber auch einen Teamplayer hält, will dort neuer Bürgermeister werden.

27.08.2019

Ein 13-jähriges Mädchen ist am Freitagabend mit Verdacht auf eine Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gekommen. Das Mädchen hatte zuvor mit drei 14-Jährigen eine Flasche Alkohol getrunken.

25.08.2019

Das 90-jährige Bestehen der Feuerwehr feierten am Wochenende die Einwohner von Tarmow. Einer, der fast von Beginn an bei der Feuerwehr dabei war, ist Karl-Heinz Diesdow. Der 87-Jährige trat bereits mit 16 Jahren in die Feuerwehr ein.

25.08.2019