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Fehrbellin Kulturzentrum: ja, aber kleiner
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin Kulturzentrum: ja, aber kleiner
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16:59 09.07.2019
Zum Feiern oder für Konzerte gibt es in Fehrbellin kaum geeignete Räume. Die Rhinhalle (s. Foto) ist oftmals schon ausgebucht Quelle: Peter Geisler
Fehrbellin

Viele hundert Besucher sollten in das künftige Fehrbelliner Kulturzentrum reinpassen. So war der Wunsch der Ortsvertreter. Experten sagen nun aber, dass die Stadt einen solch großen Treffpunkt nicht braucht. Ein Veranstaltungsraum für bis zu 200 Personen würde reichen.

So sieht laut Vize-Bürgermeisterin Svenja Mohaupt das Ergebnis einer aktuellen Studie aus. Nun ist die Frage, ob die Gemeindevertreter es genauso sehen. Sie sollen sich mit dem Thema demnächst befassen.

Die Stadtverwaltung hat indes so ihre Bauchschmerzen mit dem Projekt. „Grundsätzlich finde ich es eine richtig gute Idee, dass Fehrbellin ein Kulturzentrum bekommen soll“, sagt Mohaupt. Die Frage sei aber nach wie vor, wie ein solches Objekt betrieben wird.

Vereine der Stadt sollen sich um das Haus kümmern

Angedacht ist es, dass die Vereine der Stadt sich um das Haus kümmern. Nach dem Modell „freiwilliges Management“. „Was ist aber, wenn sich die Vereine zerstreiten, sich der Hauptverein zerschlägt?“, fragt die Rathausmitarbeiterin.

Szenarien, die für Fehrbellin aus Mohaupts Sicht zwar keine akute Gefahr darstellen. Aber eben doch möglich sind. Die Frage in einem solchen Fall ist: Wer übernimmt dann die Verantwortung? Wer sorgt dafür, dass die Unterhaltungskosten beglichen werden und in die Gemeindekasse fließen?

Gemeinde will Gefahren minimieren

All das müsse geklärt werden, um finanzielle Probleme im Vorfeld auszuräumen. „Ich schiele da auf die Graf-von-Lindenau-Halle“, sagt Mohaupt. Dieser drohte lange die Schließung, weil die Stadt keine Pächter fand und nicht genug Geld für das Betreiben der Pferdestätte hatte (die MAZ berichtete). Zudem werde Fehrbellin, wenn überhaupt, dann nur mit Fördergeld bauen. „Da können wir nicht irgendwann sagen: Wir machen das Haus zu.“

Geld für die ersten Schritte in Richtung Kulturzentrum ist bereits im diesjährigen Haushalt eingestellt. Die Summe wird allerdings nur für die grobe Planung reichen. Über den großen Rest müssen die Gemeindevertreter in Beratungen zum nächsten Haushalt noch entscheiden.

Rathaus favorisiert einen Neubau

Von 1,3 Millionen Euro geht Ortsvorsteher Jürgen Sternbeck für das Projekt aus. Und davon, dass das Haus in der Luchstraße entstehen wird.

Sternbeck ist auch fest davon überzeugt, dass die Gemeinde Fördergeld für das Vorhaben bekommt. Die Ersteller der Studie glauben ebenfalls, dass Fehrbellin eine Chance hat, mit dem Kuturzentrum in eines der Landes-Förderporgramme zu rutschen, so Mohaupt.

Die Verwaltung favorisiert bei dem Kulturzentrum ganz klar einen Neubau. Das würde sich besser rechnen – zumal auf Dauer, wenn man die Unterhaltungskosten miteinfließen lässt, so die Kämmerin.

Von Celina Aniol

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