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Fehrbellin Die Metal-Familie feiert 23.Open Air
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin Die Metal-Familie feiert 23.Open Air
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00:22 03.07.2019
Rocken bis der Arzt kommt. Quelle: Peter Lenz
Protzen

 So richtig eins auf seine Ohren bekommen konnte man am Wochenende beim 23. Internationalen Open-Air-Festival der Hard Rock und Heavy Metal Szene in Protzen. Mehr als 1000 Besucher und 21 Bands aus aller Welt trafen sich zu einer der größeren Partys im Bereich Heavy Metal und all seiner Verzweigungen und Musikrichtungen: Vom Death Metal bis Thrash Metal war alles vertreten.

Laut, heiß und friedlich – in Protzen feierte die Heavy-Metal-Gemeinde ein Familientreffen.

Egal, wo man sich auf dem weiträumigen Gelände auch hinbewegte, überall war die Luft erfüllt vom dröhnen der Bässe und lauten Kreischen der Gitarren. Schwarz gekleidete Fans, mit ihren für die Szene typischen Kutten und Emblemen drängten sich dicht an dicht an der Bühne im ehemaligen Flugzeughangar.

Wie eine große Familie

Dabei spielte es oft keine Rolle woher man kam und ob man sich kannte oder nicht. Das Musik verbindet, weiß man ja, aber auf dem Festival hatte jeder das Gefühl, Teil einer ganz großen Familie zu sein. Egal wo man hinkam spürte man Begeisterung und Hingabe für diese doch sehr harte Musikrichtung, und so mancher wurde hineinversetzt in die 70er und 80er Jahre. Einer Zeit von Deep Purple und Black Sabbath.

So auch Dörthe aus Neuruppin und Jule aus Berlin. Beide seit ihren 14 Lebensjahr etwa Heavy Metal Fans, insbesondere von Metallica“ und „Entombed“.

Überwältigt von der Musik

„Man kann sich hier so richtig fallen lassen und wird doch von der Musik überwältigt“, beschreiben beide die Stimmung auf dem Festival. Ungeachtet des Aussehens der Fans mit ihren teilweise schaurigen Kutten fühlen sie sich angenommen und als Teil des Ganzen. Seit fast 15 Jahren kommen sie regelmäßig nach Protzen.

Übernachtet wird im Zelt

Gezeltet wird einfach mit allen anderen auf den benachbarten Plätzen. Uli und Sabrina Maja sind aus Hamburg angereist. Für den AC DC Fan Uli steht fest: Krachen muss es, und gefeiert wird bis zum Ende. Die Veranstalter, die Protzen Open Air Crew, hatte alles im Griff. Einzig ein Grillverbot musste auf Grund der Waldbrandstufe 4 verhängt werden.

300 Bands bewarben sich – 21 durften spielen

Wie beliebt das Festival inzwischen ist zeigt sich daran, dass sich mehr als 300 Metal Bands beworben hatten – nicht einmal jede zehnte durfte kommen.

Unter den angereisten befanden sich unter anderem „Krisiuh“ aus Brasilien, „ Necrophobic“ aus Schweden, „Misery Index“ aus den USA und „ Vader“ aus Polen. Von den einheimischen Bands war unter anderem die Erfurter Haevy Metal Band „Mecbeth“ mit Frontmann Olli mit am Start. Laut Enrico Haagen spielt Protzen inzwischen in der Liga der tausender mit, ein Zusammenschluss aller Festivals mit mehr als 1000 Besuchern.

Von Peter Lenz

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