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Fehrbellin Schlachtbetrieb bei Hafleg ruht weiterhin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin Schlachtbetrieb bei Hafleg ruht weiterhin
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16:59 21.01.2019
Im November hatte die Hakenberger Fleisch GmbH ihren Schlachtbetrieb eingestellt. Quelle: Peter Geisler
Hakenberg

Noch ist unklar, ob bei dem Unternehmen Hakenberger Fleisch (Hafleg) jemals wieder geschlachtet wird. Der Hofladen schließt ab Mittwoch seine Türen für eine vierwöchige Betriebspause. „Diese vier Wochen werden wir nutzen, um Entscheidungen zu treffen“, kündigte Hafleg-Chef Jens Winter an.

Zuletzt ließ die Hafleg Rinder in Teterow in Mecklenburg-Vorpommern schlachten. Anfang November hatte die Tierschutzorganisation Animal Rights Watch (Ariwa) Filmmaterial veröffentlicht, das gravierende Verstöße gegen den Tierschutz dokumentiert. Das Veterinäramt hatte daraufhin den damit betrauten Hafleg-Mitarbeitern die Schlachtgenehmigung entzogen. Der Schlachtbetrieb ruht seitdem in Hakenberg.

Keine Schlachter und Fleischer

Neue Schlachter für Hakenberg zu gewinnen, sei nahezu unmöglich, sagt Winter: „Es gibt keine Fleischer und Schlachter.“ Die Hafleg, die bislang unter anderem die Marken Ruppiner Weidelamm und Linumer Wiesenkalb vertreibt, müsse sich grundsätzlich mit einer Neuausrichtung beschäftigen. Winter ließ zunächst offen, wie sich die Hafleg in Zukunft aufstellen könnte.

„Mit Teterow funktioniert es ganz gut“, sagt Winter. Auch weiterhin dort Rinder schlachten zu lassen, sei „eine Variante“. Bislang hatte die Hafleg damit geworben, Tiere aus der Region zu verarbeiten – das hieß auch, dass Tieren keine langen Wege zum Schlachthof zugemutet wurden.

Ermittlungen dauern an

Die Neuruppiner Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen vier Hafleg-Beschäftigte wegen des Verdachts gegen den Tierschutz verstoßen zu haben. Das umfangreiche Video-Material von Ariwa sei noch nicht abschließend ausgewertet, sagte Oberstaatsanwalt Detlef Hommes. Noch sei nicht absehbar, wann die Ermittlungen abgeschlossen sein werden. Nach Sichtung des Videomaterials wird die Staatsanwaltschaft noch Zeugen befragen.

Ariwa hatte im Juli und August versteckte Kameras bei der Hafleg aufgehängt und unter anderem dokumentiert, dass ein Teil der Tiere nicht fachgerecht betäubt worden war. Derzeit sichtet auch der Kreis das Filmmaterial von Ariwa. Bislang gäbe es „keine Anhaltspunkte“, dass eine vom Landkreis beauftragte Tierärztin nicht ausreichend gegen Tierquälerei bei der Schlachtung eingeschritten sei, sagte Kreissprecherin Britta Avantario.

Von Frauke Herweg

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