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Fehrbellin Til Schweiger dreht „Klassentreffen 2.0“ bei Fehrbellin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin Til Schweiger dreht „Klassentreffen 2.0“ bei Fehrbellin
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00:29 28.06.2019
Für die Dreharbeiten von "Klassentreffen 2.0" hat der Schauspieler und Regisseur Til Schweiger in der Region eine ganze Straße sperren lassen. Quelle: Patrick Seeger/dpa
Könighorst

An Nina und Mario kommt niemand vorbei. Seit den frühen Morgenstunden patrouillieren die beiden in orangenen Warnwesten an einer rot-weißen Baustellenabsperrung und bewachen eine leere Straße: die Landesstraße 173 zwischen Dechtow und Königshorst. Doch eine Baustelle gibt es nicht; nicht direkt hinter der Absperrung und auch nicht gute zehn Kilometer weiter.

Nina und Mario arbeiten für den Filmservice „Bloc Inc.“ und passen auf, dass sich niemand auf das Filmset auf der L 173 verirrt, wo einen Tag lang Szenen für „Klassentreffen 2.0 – Die Hochzeit“ gedreht wird – die neue Komödie von Til Schweiger. Im Januar 2020 soll der Film in die Kinos kommen.

„Bis vor einer Stunde wussten wir selbst nicht einmal, dass Til Schweiger heute hier dreht“, sagt die 20-jährige Nina. Erst, als sie eine kleine Gruppe von jungen Fans abwimmeln musste, sei ihr klar geworden, dass sie diesmal keine kleine Independent-Filmproduktion bewacht. „Das ist schon ein ungewöhnlich großer Dreh“, sagt sie.

An Nina und Mario kommt niemand vorbei, der nicht zum Filmteam gehört. Quelle: Hannah Rüdiger

Fortsetzung wird in Berlin und Brandenburg gedreht

Bis zum eigentlichen Drehort wäre es noch ein ganz schöner Fußmarsch: Gefilmt wird etwa fünf Kilometer hinter der Absperrung, mitten auf der Landstraße. Welche Szene dort entsteht, wird noch nicht verraten.

Für die Fortsetzung von „Klassentreffen 1.0 – Die unglaubliche Reise der Silberrücken“ hat Schweiger mit Samuel Finzi, Milan Peschel, Stefanie Stappenbeck und Brigitte Zeh wieder eine Reihe von bekannten Schauspielern im Gepäck. Auch seine Tochter Lilli Schweiger wurde mit einer Rolle bedacht.

Produziert wird „Klassentreffen 2.0“ von Barefoot Films, Schweigers eigener Filmproduktionsfirma und Warner Bros. Deutschland. Am 7. Mai haben die Dreharbeiten für die Komödie begonnen. Insgesamt 32 Drehtage sind für den Film angesetzt, wie Petra Meyer von der PR-Agentur Via Berlin mitteilte. Hauptsächlich werde in Berlin und Brandenburg gedreht, erklärte Petra Meyer weiter.

Wegweiser zum Filmcamp und zum Set von „Klassentreffen 2.0“. Quelle: Hannah Rüdiger

Ein Filmteam wie ein kleines Dorf

Für jeden einzelnen Drehtag rückt ein ganzer Tross von Mitarbeitern an. Das Filmteam für „Klassentreffen 2.0“ besteht vom Kabelträger bis zum Kameramann aus 80 Mitarbeitern. An jedem Drehort bilden Wohntrailer, Speisewagen und mobile Toiletten mit den Fahrzeugen der Crew ein kleines Dorf. Diesmal entstand dieses Dorf hinter einem Bauernhof nahe dem Fehrbelliner Ortsteil Königshorst.

Als Angestellte von Bloc Inc. gehören Mario und Nina nicht direkt zur Crew. Ob sie etwas vom eigentlichen Filmdreh mitbekommen, ist für sie von Produktion zu Produktion ein Glücksspiel. „Manchmal sind wir ganz nah am Geschehen“, erzählt Nina. An anderen Tagen bewache man eben eine leere Straße, durch die ab und an Til Schweiger in einem Jeep mit verdunkelten Scheiben fährt.

Auf einer Wiese bei Könighorst ist für die Dreharbeiten ein mobiles Dorf gewachsen. Quelle: Hannah Rüdiger

„Es ist wirklich idyllisch hier“

Für Mario ist der Dreh im brandenburgischen Grünen eine willkommene Abwechslung zu Berlin. „Es ist wirklich idyllisch hier“, sagt der 21-Jährige. Problematisch sei allerdings der Handyempfang: Um die große Distanz bis zum Ende der gesperrten Straße zu überbrücken, reichen die Funkgeräte nicht aus. Deswegen müssten die Ordner eigentlich auf ihre Handys zurückgreifen.

„Aber wir haben hier die meiste Zeit kein Netz, das kennen wir so gar nicht mehr“, sagt Mario. Zu ihrem Kollegen Eyad, der am anderen Ende der gesperrten Strecke aufpasst, haben sie keinen Kontakt. Bisher habe trotzdem alles gut funktioniert.

Obwohl die lokalen Medien zuvor über den anstehenden Filmdreh berichtet hatten, blieb es für alle Aufpasser ein ruhiger Tag. An der Absperrung zu campieren, hätte sich für Fans ohnehin nicht gelohnt: Zu sehen gab es statt Till Schweiger die meiste Zeit nur eine sommerliche Brandenburger Allee.

Von Hannah Rüdiger

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