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Ostprignitz-Ruppin Ferienlager Bork existiert weiter
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ferienlager Bork existiert weiter
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08:35 24.03.2014
Kyritz

"Mehr noch. Wir wollen, dass auch außerhalb der bisher drei Durchgänge Kinder kommen", sagt Lutz Riess. Er ist Verwalter für die seit Ende vorigen Jahres neue Eigentümerfamilie Tiemeyer.

In Kontakt stehe man bereits mit einigen Jugendorganisationen. Beispielsweise könnten außerhalb der Ferienlager-Durchgänge Fahrten über die Stiftung "Großes Waisenhaus zu Potsdam" in den Kyritzer Ortsteil Bork führen.

Tiemeyers übernahmen dieses weit und breit einzige noch aus DDR-Zeiten erhaltene Kinderferienlager Ende vorigen Jahres vom Kreisbauernverband Ostprignitz-Ruppin (KBV OPR). Der Kontakt war da, weil Familie Tiemeyer in den Jahren zuvor nebenan die Familienbungalowsiedlung "Blauer Anker" übernahm. Sie firmiert als Unternehmergesellschaft unter Geschäftsführer Niels Tiemeyer.

In einem Schreiben des Bauernverbandes kurz vor Weihnachten an die über ein Dutzend Betreuer war von diesen neuen Betreibern noch keine Rede. Das wirkte entsprechend endgültig, wenngleich der Brief vielmehr wohl auch als Danksagung gedacht war.

Es sei nicht die Aufgabe eines Berufsverbandes, ein Ferienlager zu betreiben, erklärte KBV-Geschäftsführer Michael Brinschwitz damals der MAZ. Es hatte sich nach der Wende so ergeben, weil viele Kinder von Mitgliedsbetrieben des Verbands in Bork betreut wurden. "Wir haben jetzt aber den Punkt erreicht, an dem das finanziell nicht mehr zu schultern ist", sagte Brinschwitz. Als weitere Begründung führte er hohen Investitionsbedarf auf dem Gelände an.

"In dem Moment, in dem ich den Brief las, brach ich in Tränen aus", sagte Philip Krüger, der als Kind in Bork aufwuchs und später Lagerleiter wurde. Nun stand der 21-jährige Potsdamer Student der Sozialen Arbeit am vorigen Freitag zusammen mit dem 28-jährigen Heiligengraber Heilerziehungspfleger und ebenso Borker Lagerleiter Silvio Bülau voller Freude und neuem Enthusiasmus wieder auf diesem Gelände. Bei einem Rundgang mit den neuen Akteuren wurden erste Sanierungsschritte besprochen.

"Wir sind glücklich, dass es weitergehen kann und es sogar Verbesserungen gibt", sagt Silvio Bülau. Etwa stehen den Ferienkindern nun Reitpferde zur Verfügung. Zudem gibt es neue Ausflugsziele. Die Therme in Bad Wilsnack sei den Kindern mit einem unglaublich günstigen Tageskartenpreis entgegengekommen. Und die Sommerrodelbahn in Malchow steht auf dem Programm, dazu ein Stadtbummel in Waren.

"Wir bekamen vom Bauernverband alle Kontakte zu bisherigen Ferienkindern, konnten sie also anschreiben und haben schon sehr viele Anmeldungen", sagt Verwalter Riess für die nun als GbR geführte Ferien- und Begegnungsstätte "Kinderferienlager Bork". Der Preis musste zwar leicht angehoben werden, er liege aber noch weit unter dem, was für Kinderurlaub andernorts zu berappen ist.

Anmeldungen: Telefonisch unter 033976/50529 oder per Mail an anmeldung@ferienlager-bork.de. Termine für die drei Durchgänge sind 13. bis 25. Juli, 27. Juli bis 8. August und 10. bis 22. August.

„BLAUER ANKER“

Zu DDR-Zeiten wurden in Bork vier bis fünf Ferienlager parallel durchgeführt. Die Angehörigen verschiedener Betriebe schickten ihre Kinder dorthin, neben Landwirten vor allem Beschäftigte der Kyritzer Stärkefabrik.
Bis heute prägt der Schriftzug „Blauer Anker“ das Gelände . Die benachbarte B ungalowsiedlung für Familienurlauber schmückt sich noch immer mit diesem Namen – wie auch der in Kyritz ansässige und 1985 als Betriebssportgemeinschaft der Stärkefabrik gegründete Sportverein „SC Blauer Anker“. Der Anker ist schließlich Teil des Wappens der Stärkefabrik.

Seit der Wende betrieb der Kreisbauernverband Ostprignitz-Ruppin die Anlage in Bork. Jährlich kamen und kommen bis zu 300 Kinder während der Sommerferien in jeweils drei Durchgängen von je zwei Wochen. Die Ferienkinder stammen nicht nur aus der Region, sondern aus dem gesamten Land Brandenburg, Berlin und vereinzelt auch aus den alten Bundesländern.

Zum Kinderferienlager gehören fünf Bungalows. Dazu gibt es unter anderem ein Küchengebäude und ein Haus, in dem sich die Sanitäranlagen befinden.

Von Matthias Anke

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