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Ostprignitz-Ruppin Feuerwehrleute kamen zusammen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Feuerwehrleute kamen zusammen
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16:13 06.02.2017
Die aktiven Feuerwehrleute formierten sich bei der Jahresdienstversammlung zum Gruppenfoto. Quelle: privat
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Stüdenitz

Ein Großteil der 52 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Stüdenitz-Schönermark kam am vergangenen Freitag zur Jahresdienstversammlung zusammen. Es ging darum, Bilanz zu ziehen, aber auch um den Ausblick und um Anerkennung.

Ortswehrführer Mathias Krebs berichtete über das vergangene Jahr. Auch in Stüdenitz leistet die freiwillige Feuerwehr inzwischen viel öfter technische Hilfe, als dass sie zum Löschen ausrückt. Nur ein Viertel aller Einsätze gilt noch dieser klassischen Aufgabe. So war es auch beim härtesten Einsatz im Februar 2016: Nach einem Verkehrsunfall zwischen Breddin und Kümmernitz konnte ein Mensch nur noch tot geborgen werden.

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In der Ausbildung weiter vorangekommen

Positiv schätzt Mathias Krebs die Entwicklung des Ausbildungsstandes seiner Kameraden ein. Vier der 15 aktiven Einsatzkräfte absolvierten im vergangenen Jahr erfolgreich den Grundlehrgang Digitalfunk, zwei weitere den Grundlehrgang für Atemschutzgeräteträger. Damit verfüge die Stüdenitzer Wehr nun wieder über sieben einsatzfähige Atemschutzgeräteträger – bei einem Soll von acht. Hinzu kamen ein Erste-Hilfe-Kurs, die Fortbildung Führungskräfte, die jährlichen Übungsläufe der Atemschutzgeräteträger sowie die Heißausbildung im Brandcontainer bei der Kreisfeuerwehrschule Kyritz. Alles in allem leisteten die 15 Aktiven mehr als 680 Ausbildungsstunden. Ortswehrführer Mathias Krebs dankte ihnen allen ausdrücklich.

Mitgliederzahl schrumpft weiter

Trotzdem bietet die Entwicklung der Einatzbereitschaft Anlass zur Sorge. Innerhalb von fünf Jahren ist die Zahl der aktiven Feuerwehrleute um rund ein Viertel gesunken. Versuche, dem Schwund entgegenzuwirken und neue Mitglieder zu gewinnen, hätten bisher wenig gebracht, schätzt Krebs ein. Erstmals veranstaltete die Feuerwehr im vergangen Jahr einen Tag der offenen Tür. „Dieser Tag wurde vor allem von Kindern und Rentnern sehr gut angenommen. Die Bevölkerungsgruppe der 16- bis 65-Jährigen, die für den aktiven Feuerwehrdienst in Frage kommen, war leider sehr spärlich vertreten“, fasst der Ortswehrführer zusammen. Wenn die Politik nicht bald für attraktivere Rahmenbedingungen im Feuerwehrdienst sorgt, würden die Feuerwehren wohl entsprechend der Altersentwicklung ihrer Mitglieder weiter schrumpfen.

Ein Höhepunkt der Versammlung waren wie immer die Auszeichnungen und Beförderungen. Monika Wieck wurde nach über 30 Jahren als Kassenwartin verabschiedet. Nachfolger ist Albrecht Kersten. Ausgezeichnet für langjährige Mitgliedschaft wurden Heiner Heidinger (40 Jahre), Dieter Lück (30 Jahre), Wolfgang Bronsch (30 Jahre) und Sven Toppel (zehn Jahre). Zum Oberfeuerwehrmann befördert wurden Leon Dorne und Tobias Schulz.

Von MAZ online