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Ostprignitz-Ruppin Fremder Asbest-Müll vorm Gartentor
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fremder Asbest-Müll vorm Gartentor
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18:29 24.07.2014
Ralf Burgard an dem fremden Müll vor seinem Gartentor. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Ralf Burgard ist sauer. Schon seit rund drei Wochen liegt fremder Asbest- und anderer Müll vor dem Eingangstor zu seinem Garten an der Geschwister-Scholl-Straße in Wittstock. Wegräumen kann er ihn nicht. Dazu sei er weder gesundheitlich noch finanziell in der Lage. Er bekomme nur eine kleine Rente und besitze auch kein Auto. "Ich habe nur ein Fahrrad", sagt er.

Er habe sich bereits ans Ordnungsamt der Stadt und ans Umweltamt des Kreises gewandt - mit der Bitte, dass der Müll entfernt werden solle, bisher jedoch ohne Erfolg, wie Burgard sagt. "Die Polizei hat eine Anzeige aufgenommen und dann das Ordnungsamt der Stadt informiert. Diese Anzeige wurde an das zuständige Umweltamt des Landkreises Ostprignitz-Ruppin weitergeleitet", teilt dazu Stadt-Sprecher Jean Dibbert mit.

Von dort heißt es auf MAZ-Nachfrage, dass die Angelegenheit derzeit bearbeitet werde und noch Recherchen nötig seien. Bei den abgelagerten Abfällen handele es sich um eine "geringe Menge verschiedener Stoffe". Sie werde jedoch nicht als gefährlich eingestuft. Die Asbestablagerung sei als minimal anzusehen - und eine "Gefahr für die Gesundheit nicht zu befürchten", teilt dazu Britta Avantario, Sprecherin der Kreisverwaltung, mit. Von einer Entsorgung durch den Landkreis könne momentan nicht ausgegangen werden. Ralf Burgard bleibt also erst einmal auf dem Fremdmüll vor seiner Tür sitzen.

Für die Straßenreinigung sei generell immer der Straßenbaulastträger verantwortlich. Diese Verantwortung könne allerdings auch auf Eigentümer übertragen werden, meist dann, wenn es um Gehwege oder verkehrsberuhigte Bereiche geht, erklärt Jean Dibbert und rät: "Wenn vor Grundstücken Müll entsorgt wird, sollte das Ordnungsamt informiert werden, außerhalb der Arbeitszeiten die Polizei." Hilfreich seien immer auch Hinweise auf den möglichen Verursacher.

Von Björn Wagener

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