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Ostprignitz-Ruppin Geschichten aus der „verrückten“ WG
Lokales Ostprignitz-Ruppin Geschichten aus der „verrückten“ WG
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18:19 21.11.2017
Bibliotheksleiterin Georgia Arndt (r.) und Awo-Mitarbeiterin Katrin Ulmer haben die Lesung organisiert.
Bibliotheksleiterin Georgia Arndt (r.) und Awo-Mitarbeiterin Katrin Ulmer haben die Lesung organisiert. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Wohngemeinschaften gibt es mittlerweile viele. Ob für Studenten oder Senioren – die Arten des Zusammenlebens werden immer vielfältiger. Auch der Berliner Autor Peter Mannsdorff lebte zwischen 1987 und 1997 in zwei Wohngemeinschaften, allerdings in zwei therapeutischen für seelisch belastete Menschen. Zuvor war er während des Studiums psychisch erkrankt.

Seine Zeit in der WG verarbeitete Mannsdorff im humoristischen Erlebnisbericht „Das verrückte Wohnen“ und dem WG-Krimi „Wind um Willi“. Darin erzählt er vom mulmigen Gefühl bei Bewerbungsgesprächen und schildert typisches WG-Ambiente zwischen Stimmenhören, Putzfimmel und manischem Redeschwall.

Erstes Projekt zwischen Bibliothek und KBS

In Wittstock war Peter Mannsdorf bereits im vergangenen Jahr zu Gast. Dort berichtete er in der Kontakt- und Beratungsstelle (KBS) der Arbeiterwohlfahrt (Awo) über sein Leben und fand viele Zuhörer, die ebenfalls unter seelischen Belastungen leiden. In diesem Jahr wird der Autor zum Thema „Innenansichten einer therapeutischen WG“ in der Wittstocker Stadtbibliothek lesen. Die Veranstaltung ist in Kooperation der KBS mit der Stadtbibliothek organisiert worden. „Ich hatte von der letzten Lesung gehört“, berichtete Bibliotheksleiterin Georgia Arndt. Weil sie für ihre Lesereihe „Live um 6“ immer auf der Suche nach interessanten Autoren sei, habe sie die KBS kontaktiert und sei bei Katrin Ulmer auf offene Ohren gestoßen. „So erreichen wir ein noch größeres Publikum“, sagte sie.

Für Georgia Arndt ist es besonders interessant, wenn Autoren ihre Geschichten selbst erlebt haben, wie sie erklärte. Weil Manndorff das auf humoristische Art und Weise tue, könne auch ein ernstes, sehr spezielles Thema eine breitgefächerte Zuhörerschaft erreichen. Für die KBS und die Bibliothek, die sich quasi gegenüber liegen, soll es nicht die letzte Kooperation gewesen sein, wie Georgia Arndt und Katrin Ulmer bekräftigten.

Die Lesung am 23. November beginnt 18 Uhr in der Bibliothek im Kontor; Eintritt ist frei.

Von Christian Bark