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Ostprignitz-Ruppin Gnewikow bekommt doch Geld
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gnewikow bekommt doch Geld
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19:04 05.04.2018
Die Kita soll zum Dorftreff werden. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Die Chefs der Neuruppiner Ortsteile haben so viel Druck gemacht, dass es jetzt doch Geld für den Umbau der ehemaligen Kita in Gnewikow zum Dorfgemeinschaftshaus geben soll. Es ist eine von wenigen Investitionen, für die Neuruppin in diesem Jahr voraussichtlich Geld ausgeben wird. Kämmerer Willi Göbke gab das am Dienstagabend im Neuruppiner Sozialausschuss bekannt. Laut Göbke stehen der Stadt 2015 nur noch gut 850.000 Euro für Investitionen zur Verfügung, Fördermittel nicht mitgerechnet.

Noch vor wenigen Tagen sah es für das Gnewikower Projekt schwarz aus. Obwohl dem Ortsbeirat der Umbau mehrfach versprochen wurde, obwohl es dazu Beschlüsse der Stadtverordneten gibt und obwohl schon mehr als 60.000 Euro in Planungen geflossen sind, sollte der Bau gestrichen werden. Das Geld, hieß es aus der Neuruppiner Kämmerei, werde für anderswo dringender benötigt. Er habe den Antrag des Bauamtes auf diese Summe für Gnewikow deshalb abgelehnt, sagte Göbke.

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Vor einer Woche trafen sich die Ortsvorsteher nach Monaten wieder einmal mit der Stadtverwaltung und machten sich Luft. Schon dort sagte die Verwaltung mehr Geld für die Ortsteile zu. Konkret ging es um 150.000 Euro. Die Stadtverordneten hatten vor Jahren beschlossen, dass den Dörfern regelmäßig diese Summe zur Verfügung steht; wie sie den Betrag ausgeben, entscheiden die Ortsteile weitgehend selbst. Im vergangenen Jahr waren die 150.000 Euro zusammengestrichen worden, jetzt waren sie im Haushaltsentwurf gar nicht mehr eingeplant.

Nach dem Protest der Ortsbürgermeister stehen die 150.000 Euro für Gnewikow nun wieder bereit. Dafür hat die Kämmerei ein anderes Projekt beschnitten. Die Neuruppiner Feuerwehr soll ein neues Einsatzleitfahrzeug bekommen. Das alte stammt aus dem Jahr 1993 und muss dringend ersetzt werden. 230.000 Euro waren für den Kauf eines neues Auto samt Ausrüstung eingeplant. Auf Anregung von Stadtverordneten soll die Verwaltung nun prüfen, ob so ein Fahrzeug über einen längeren Zeitraum finanziert werden könnte. Deshalb könnten rund 80.000 Euro als Anzahlung genügen. Die restlichen 150.000 Euro bekommt Gnewikow.

Für den Umbau der Kita sollte dieser Vertrag genau ausreichen, rechnete Thomas Dumalsky von der Kämmerei vor. Ohnehin würden nur noch rund 558.000 Euro benötigt, weil die Planung schon bezahlt ist. Zudem erhofft sich Neuruppin rund 409.000 Euro Fördermittel aus dem Leader-Programm für das Gemeindezentrum. Dumalsky: „Wenn die Fördermittel wirklich fließen, kann die Maßnahme durchgeführt werden. Solange diese Fördermittel nicht zugesagt sind, bekommt diese Maßnahme einen Sperrvermerk.“ Eine Lösung, mit der Gnewikows Ortsvorsteher Olaf Matschoss gut leben kann: „Ich bin froh, dass es jetzt doch Geld gibt.“

Von Reyk Grunow

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