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Ostprignitz-Ruppin Gute Gastgeber für ausländische Gäste
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gute Gastgeber für ausländische Gäste
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00:20 01.09.2017
Junge Leute des Internationalen Jugendcamps verschönern das Linumer Pumphaus.
Linum

Wofür ist Linum bekannt? Unter anderem für seine Störche. Die Großvögel sind in dem Luchort nicht nur in Natura zu bewundern, sondern seit diesem Monat auch bildlich verewigt. Die 25 jungen Leute, alle Teilnehmer des bereits 14. Jugendcamps der Gemeinde Fehrbellin, haben das Pumphaus des Abwasser-Zweck-Verbands bemalt mit Motiven von ihrem Ostseeausflug und auf der anderen Seite mit einem Storch.

25 Jugendliche aus mehreren Ländern zu Gast in Linum

Jedes Jahr verbringen Jugendliche aus Tschechien, Ungarn, Polen und Deutschland eine Woche in Linum. Sie werden dort herzlich aufgenommen. In diesem Jahr stand nicht wie sonst das Feuerwehrhaus zur Verfügung, da es derzeit umgebaut wird. Doch wie Ortschefin Wilma Nickel sagt, halfen Schützen sowie Sportler und gaben den Jugendlichen Quartier. Die Landfrauen organisierten wie immer das Essen am ersten Abend. Erstmalig war die Bürgermeisterin des ungarischen Ortes Nagykovacsi mit dabei. „Katalin Mohos Kiszelné hat sich Linum angesehen und war total begeistert“, sagt Wilma Nickel. Nicht nur von dem Ort, sondern auch von dem, was er zu bieten hat. So machte die Ungarin das erste Mal in ihrem Leben Bekanntschaft mit der Aroniabeere, die sie auf dem Linumer Hof „Landleben“ mitpflücken konnte. Die Besucher haben ein straffes Programm absolviert: Berlin, Ostsee, Biosphäre Potsdam, Germendorf und natürlich Linum. Immer mit dabei Wilma Nickel. Sie lässt es sich nicht nehmen, ihre Gäste zu begleiten so wie überhaupt bei allem aktiv zu sein, was ihrem Ort, dessen Geschicke sie seit 1998 leitet, zugute kommt.

Neue Wege gesucht und gefunden

So war sie sehr angetan davon, als die Idee eines Simson- und Oldtimer-Treffens an sie heran getragen wurde. „Mit unserem Storchenfest kamen wir an unsere Grenzen“, sagt sie. Die Besucherzahlen gingen zurück. „Wir haben nach neuen Wegen gesucht.“ Und gefunden. Alle anderen Vereine haben sich an dem Fest beteiligt, es wurde ein voller Erfolg. Auch wenn es kein Storchenfest mehr gibt, die gute Zusammenarbeit mit der Storchenschmiede hat das nicht beeinträchtigt. Gemeinsam wollen sie ein Schild mit Storchenstatistik aufstellen Das Geld dafür ist laut Wilma Nickel bewilligt.

Ortsvorsteherin hat noch Wünsche für Linum

Noch Wunschdenken der Ortschefin ist ein Info-Punkt für die Kranichsaison an der Wendeschleife, den sie sich dort vorstellen könnte. „Dort ist es wunderschön. Man hat einen tollen Ausblick aufs Luch.“ Derzeit stehen dort Flaschencontainer, die man ihrer Meinung nach etwas tarnen könnte, möglicherweise mit einer Hecke. Außerdem schweben ihr Sitzmöglichkeiten und vielleicht ein Spielgerät für Kinder vor, die dann beschäftigt wären, wenn ihre Eltern den Vogelflug und die Natur beobachten. „Ein kleines Projekt“, das aber nicht mehr in diesem Jahr an der Reihe ist. Ebenfalls noch nicht geklärt ist die Parkplatzsituation während der Kranichsaison. Dann fallen nicht nur die Vögel zu Tausenden ein, sondern auch die Besucher in Scharen. Mit dem Ansturm ist der Ort teilweise überfordert, die Hauptstraße ist dann zugeparkt. „Wir wollten noch Parkplätze bauen“, sagt Ortschefin Nickel. Doch dazu muss ein Konsens mit allen Beteiligten gefunden werden, denn die Sichtweisen unterscheiden sich. „Wir werden die Lage noch ein Jahr beobachten und erst einmal die kommende Kranichsaison abwarten“, so Wilma Nickel.

Die Ortsvorsteherin war gerade in Bolatice in Tschechien zum Erntedankfest, auch deshalb, um mit dem dortigen Bürgermeister das nächste Jugendcamp im kommenden Jahr zu besprechen. Immer im Einsatz für ihren Ort.

Von Dagmar Simons

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