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Heiligengrabe Fröhliche 94-Jährige verfasste ein Gedicht für Wittstock
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16:45 27.09.2019
Gerda Koch aus Heiligengrabe strahlt auch mit 94 Jahren echte Lebensfreude aus. Quelle: privat
Heiligengrabe

Diese Freude ist ansteckend: Gerda Koch feierte am Donnerstag ihren 94. Geburtstag. Sie überrascht immer wieder die Besucher und Gesprächspartner mit ihrer zugewandten Art.

Seit neun Monaten lebt Gerda Koch im Seniorenheim „Haus Friede“ in Heiligengrabe. Damit erfüllte sich auch ihr eigener Wunsch. Denn sie wollte ihr Zuhause in Jabel verlassen, weil das Leben allein doch zu mühsam wurde.

Gerda Koch stammt aus Jabel, lebte längere Zeit in Berlin und kehrte dann wieder in ihr Elternhaus zurück. „Sie hat immer eine freundliche Art“, sagt Holger Kippenhahn, der Bürgermeister der Gemeinde Heiligengrabe.

Immer freundlich und aufmerksam

Durch die Geburtstagsbesuche kennt er Gerda Koch. „Sie hat immer schon gewartet und mich dann auch auf verschiedene Dinge aufmerksam gemacht, die verbessert werden können“, so Kippenhahn. Da ging es um den Baumschnitt in Jabel oder andere Dinge. „Das sind immer auch tiefgehende Gespräche“, sagt er.

Nun besuchte Kippenhahn Gerda Koch an ihrem 94. Geburtstag im „Haus Friede“ und nahm anschließend mit der MAZ Kontakt auf. „Ich bin beeindruckt, welche Lebensfreude sie ausstrahlt und sie fühlt sich in ihrem neuen Umfeld zuhause“, sagt Kippenhahn.

Liebenswürdige Jubilarin: Gerda Koch aus Heiligengrabe feierte in dieser Woche ihren 94. Geburtstag. Quelle: privat

Damit nicht genug. Gerda Koch verfasste aus Heimatliebe ein Gedicht für Wittstock und die Landesgartenschau. Das Gedicht besteht aus vier Strophen und lautet: „Zwischen Dosse und Glinze im märkischen Sand steht Wittstock, mein schönes Heimatland. Die Stadtmauer, der Amtsturm, die Kirchen und mehr zeigt Wittstock seit vielen Urzeiten her. Zurzeit blüht die Laga an der Stadtmauer entlang, hierfür sei den Stadtvätern herzlichst gedankt. Zwischen Dosse und Glinze im märkischen Sand steht Wittstock, mein schönes Heimatland.“

Dann überreichte sie Holger Kippenhahn auch noch einen handgeschriebenen Brief für seinen Wittstocker Amtskollegen Jörg Gehrmann. Doch Kippenhahn möchte auch die MAZ-Leser an der Zufriedenheit Gerda Kochs teilhaben lassen.

In dem Brief an Jörg Gehrmann heißt es: „Ich schicke Ihnen einen Gruß für meine Heimatstadt. Ich kann mit meinen 94 Jahren selber nicht nach Wittstock fahren. Ich liebe meine Stadt und möchte sie hiermit grüßen.“

Gott dankbar für das Leben

Auch Ulrike Albrecht von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Jabel bestätigt gegenüber der MAZ: „Gerda Koch ist jetzt total glücklich, sie ist dem Leben weiter zugewandt und nimmt an allem Anteil.“

Regelmäßig beteiligte sich Gerda Koch am Gemeindeleben in der SELK, war auch im Kirchenvorstand tätig und bringt sich nun im „Haus Friede“ in der Gemeinschaft ein. „Sie ist Gott so dankbar für das Leben“, sagt Ulrike Albrecht. Besonders schätzt sie an Gerda Koch die direkte Art, denn sie sagt, was sie denkt.

Von Christamaria Ruch

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