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Heiligengrabe Sonderausstellung im Kloster Stift
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heiligengrabe Sonderausstellung im Kloster Stift
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12:56 18.06.2018
Ein Banner weist auf die Ausstellung in der dahinter liegenden Kapitelstube im Kloster Stift. Quelle: Christamaria Ruch
Heiligengrabe

Seit Mai vergangenen Jahres steht den Besuchern im Kloster Stift zum Heiligengrabe die neue Dauerausstellung offen. Sie umfasst die gesamte Geschichte des einstigen Zisterzienserinnenklosters und späteren evangelischen Damenstifts.

Das 1947 aufgelöste Heimatmuseum ist dabei wesentlicher Baustein. Seit Anfang Juni können die Gäste außerdem eine neue Sonderschau in der Kapitelstube vom Kloster besichtigen.

Diese Ausstellung steht unter dem Titel „Leben und Sterben im wahren christlichen Glauben“ und geht auf die Saldernsche Herrschaft Plattenburg-Wilsnack in der Reformation ein. Kurator Heinrich Kaak vom Brandenburgischen Landeshauptarchiv (BLHA) steht hinter der Schau.

Sarah Romeyke, Kuratorin des Museums im Kloster Stift zum Heiligengrabe. Quelle: Christamaria Ruch

Das Kloster Stift und das BLHA arbeiten seit Jahren eng zusammen. Die aktuelle Sonderausstellung wurde im vergangenen Jahr bereits in Prenzlau gezeigt. „Dort war sie ein Beitrag zum 500jährigen Reformationsjubiläum 2017“, sagt Sarah Romeyke, die Kuratorin des Museums im Kloster Stift.

Vor allem Kenner der Prignitzer Geschichte können bei dem Rundgang ihr Wissen anhand der historischen Schriftstücke vertiefen. Die Herrschaft Plattenburg und die Stadt Wilsnack haben mit dem Kloster in Heiligengrabe einige Gemeinsamkeiten. Diese liegen in der vorreformatorischen Geschichte der Prignitz begründet.

Denn die Plattenburg war wie das Kloster Stift bis zur Reformation ein Kirchengut. Im 14. und 15. Jahrhundert war die Plattenburg ein bevorzugter Aufenthaltsort der Bischöfe von Havelberg. Nach dem Tod des letzten amtierenden Bischofs vermachte der Kurfürst Joachim II. die Herrschaft Plattenburg seinem Gefolgsmann Mathias von Saldern. Ähnliches hatte er mit dem Kloster Heiligengrabe vor.

Nonnen verließen sogar ihr Kloster

„Als die Zisterzienserinnen sich gegen die Einführung der evangelischen Lehre wehrten, verpfändete er das Kloster kurzerhand an seinen Landeshauptmann für 5000 Gulden. Die Nonnen verließen 1548 sogar ihr Kloster, als der Kurfürst sie mit weiteren Schikanen bedrängte“, sagt Romeyke.

Doch der Prignitzer Adel unterstützte die Frauen gegen den machthungrigen Landesherrn, und besonders Äbtissin Anna von Quitzow, die zu den führenden Prignitzer Adelsfamilien gehörte, nutzte ihre zahlreichen Verbindungen.

Erst 1548 kam es mit Hilfe der Prignitzer Ritterschaft zur Aussöhnung mit Joachim II , und die Nonnen kehrten in ihr Kloster zurück. Die 1549 darüber ausgestellte und vom Kurfürst unterzeichnete und gesiegelte Urkunde ist darum eines der wertvollsten Ausstellungsstücke dieser Sonderschau.

Auf sieben Tafeln kann der Besucher darüber hinaus sein Wissen über die Saldernsche Herrschaft vertiefen. So war zum Beispiel Elisabeth von Saldern von 1924 bis 1938 Äbtissin des Kloster Stifts. „Mehrfach besuchten Angehörige der Familie von Saldern als Schülerinnen die einstige Stiftsschule“, sagt Sarah Romeyke.

Verbindung zwischen Kloster und Familie von Saldern

Bis in die 1940er Jahre sind somit immer wieder Verbindungen zwischen der Familie von Saldern und dem Kloster nachweisbar. Zwischen der Dauerausstellung, die sich auch der Stiftsschule widmet, und der Sonderschau wird insofern eine weit reichende Brücke gebaut.

Die Sonderschau „Leben und Sterben im wahren christlichen Glauben“ in der Kapitelstube im Kloster Stift zum Heiligengrabe ist bis 9. September dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Von Christamaria Ruch

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