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Heiligengrabe Premiere: Basteln im Kloster Stift kommt gut an
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heiligengrabe Premiere: Basteln im Kloster Stift kommt gut an
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10:50 09.12.2019
Hobbyimker Andy Kralisch (2.v.l.) kam mit dem Kerzenziehen bei den Kindern sehr gut an. Quelle: Christamaria Ruch
Heiligengrabe

Der elf Jahre alte Michel Wolfram aus Wittstock hatte den Dreh heraus. Beim ersten Bastelnachmittag für Kinder im Kloster Stift zum Heiligengrabe wählte Michel das Kerzenziehen. „Man muss die Kerze schnell tauchen und wieder heraus ziehen“, sagte er. Dann nimmt die Kerze gleichmäßig an Umfang zu.

Schicht für Schicht legt sich das flüssige Wachs um den Docht. „40 bis 50 Mal muss man die Kerze tauchen, das dauert 30 bis 45 Minuten“, sagte Andy Kralisch. Der Hobbyimker aus Zaatzke reihte sich mit dem Kerzenziehen am Freitagnachmittag ein. Neun Kilogramm Bienenwachs erhitzte er auf gut 80 Grad und schon konnte das Wettangeln um die Bienenwachskerzen beginnen.

Mehr Angebote für Kinder

„Wir möchten uns bei den Angeboten verjüngen“, sagte Sandra Niens, Geschäftsführerin im Kloster Stift zum Heiligengrabe. Daher sollen nun die Kinder mehr in den Blickpunkt rücken. In den vergangenen zwei Jahren standen beim Klostermarkt zum dritten Advent schon Bastelangebote für Kinder hoch im Kurs. „Wir haben jetzt in den Kitas in Heiligengrabe und Wittstock für diesen Nachmittag geworben und möchten sehen, wie das angenommen wird“, so Niens. 15 Kinder und ihre Eltern oder Großeltern folgten der Einladung.

Die vierjährige Juli rührte mit Janette Okraska den Guss für die Plätzchen an. Quelle: Christamaria Ruch

Neben dem Kerzenziehen konnten die Mädchen und Jungen Holzsterne verzieren, Weihnachtsbilder mit Acrylfarbe malen, Leuchtsterne basteln oder Plätzen backen. Dabei wählten die Veranstalter die alte Brennerei und das benachbarte Wohnhaus auf dem Gelände des Kloster Stifts. In diesen Räumen ist die Jugendbauhütte Berlin-Brandenburg angesiedelt.

Susann Wacker aus Groß Haßlow besuchte mit ihrem fünf Jahre alten Sohn Karl den Bastelnachmittag. „Wir haben den Aushang in der Kita gelesen, das hat sich gut angehört“, sagte Susann Wacker. Nun verzierte sie mit Karl einen Holzstern. „Auch das Kerzenziehen ist interessant, das haben wir noch nicht gemacht“, so Wacker. Und: „Von der Jugendbauhütte haben wir schon viel gelesen, jetzt lernen wir mal die Räume kennen.“

Mira bewies Ausdauer beim Gestalten eines Prickelleuchtsterns. Quelle: Christamaria Ruch

Während Mario Gerbert unzählige Wollfäden um einen Schablone legte und befestigte, entschied sich seine Tochter Mira für einen Prickelleuchtstern. Dabei werden mit einer Nadel Löcher in den festen Karton gestanzt und später wird alles zu einem Stern gefaltet.

Mit den Enkeln gebastelt

Birgit und Reinhard Helm kamen mit zwei Enkelkindern zum Basteln. „Das ist eine tolle Idee und schöne Atmosphäre“, sagte Birgit Helm.

Janette Okraska lud die Kinder zum Plätzchenbacken ein. „Wir haben schon sechs Bleche fertig“, sagte Okraska nach 90 Minuten. Die vierjährige Juli rührte Zuckerguss an und gemeinsam mit ihrer fünf Jahre alten Freundin Mira verzierte sie die Plätzchen. „Das Verzieren ist schön“, sagte Juli.

Kerzenziehen ist beliebt

„Allen, die hier waren, hat es Spaß gemacht“, sagte Sandra Niens nach der Veranstaltung. Dabei fiel auf, dass sich alle Besucher bis zu drei Stunden dort aufhielten und die unterschiedlichen Angebote nutzten. „Das Kerzenziehen kam besonders gut an“, so Niens. Schon jetzt steht fest, dass das Kloster Stift zukünftig bis zu vier Bastelnachmittage im Jahr organisieren wird. „Wir werden die Angebote an die Jahreszeiten anpassen“, so Niens.

Am Sonnabend, 14. Dezember, von 10 bis 17 Uhr öffnet der Adventsmarkt im Kloster Stift zum Heiligengrabe seine Türen. Neben Kunsthandwerkerangeboten für Erwachsene können Kinder im ersten Obergeschoss der Abtei wieder basteln.

Von Christamaria Ruch

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