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Heiligengrabe Feuerwehroldtimer ist Kronos Schildhalter
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heiligengrabe Feuerwehroldtimer ist Kronos Schildhalter
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15:45 08.07.2019
Der Brandschutzverantwortliche Sebastian Kuppe (l.) und Marketingchef Uwe Petzold stehen vor dem 51 Jahre alten ehemaligen Tanklöschfahrzeug. Quelle: Christian Bark
Heiligengrabe

Weil der Holzwerkstoffproduzent Swiss Krono in Heiligengrabe zu einer Firmenbeschilderung verpflichtet war, hatte sich das Unternehmen vor über zwei Jahren etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Über einen Autohändler aus Pritzwalk gelangte ein Chevrolet Pick-up, Baujahr 1953, in den Besitz von Swiss Krono. Auf seiner Ladefläche war dann das Firmenschild aufgestellt worden. „Wir sind ein Schweizer Unternehmen und der Cevrolet-Firmengründer, Henry Chevrolet, war auch Schweizer“, hatte Krono-Marketingchef Uwe Petzold damals erklärt. Außerdem passe der rote Lack des Wagens zum Firmenrot von Swiss Krono.

Eine ganze Weile war der Oldtimer ein Hingucker für Besucher, Kunden und Mitarbeiter des Unternehmens sowie für vorbeifahrende Autofahrer. Doch die starken Herbststürme im Jahr 2017 hatten dem damaligen „Schildhalter“ schwer zu schaffen gemacht. „Der Wagen lag richtig auf der Seite. Das tat im Herzen weh“, erinnert sich Krono-Geschäftsführer Hendrik Hecht.

2017 stand Uwe Petzold noch vor dem Chevrolet. Der wartet nun aber auf seine Reparatur. Quelle: Christian Bark

Dabei hatte der Chevrolet schon eine gewisse Popularität erlangt. So war er 2017 offiziell bei der „Tour de Prignitz“ gefahren. Seitdem steht der Wagen jedoch in einer Werkstatt und soll repariert werden. „Unser Käse-Trabi ist mittlerweile auch in der Werkstatt angelangt. Wir hoffen, dass beide Fahrzeuge rasch repariert werden können“, so Hendrik Hecht. Denn der Chevrolet soll nach wie vor bei besonderen Anlässen für Krono rollen.

Als Ersatz für den scheinbar zu leichten Oldtimer steht nun ein anderes Fahrzeug im Bereich der Haupteinfahrt des Unternehmens und dient als Schildhalter. Es ist ein Tanklöschfahrzeug Mercedes 1113, Baujahr 1968. „Der war lange für unsere Werksfeuerwehr im Einsatz“, berichtet der Krono-Geschäftsführer. Weil sich das Unternehmen nun aber ein neues Fahrzeug besorgt habe – insgesamt befinden sich drei Feuerwehrfahrzeuge im Krono-Fuhrpark – war das Mercedes-Tanklöschfahrzeug plötzlich überflüssig geworden. „Die Alternative wäre Verschrotten gewesen. Aber der Wagen ist uns mittlerweile ans Herz gewachsen“, sagt Hendrik Hecht.

Löschfahrzeug wiegt zehn Tonnen

Da die Stelle als Schildhalter eh gerade frei war, konnte diese nun der 51 Jahre alte Mercedes einnehmen. Der hat zwar nichts mit der Schweiz zu tun, ist aber immerhin rot. „Wir haben ihn extra nochmal lackieren lassen“, so der Krono-Geschäftsführer. Was aber noch wichtiger ist, das Fahrzeug wiegt Uwe Petzold zufolge zehn Tonnen. „Da muss schon ein gewaltiger Sturm kommen, um das umzuhauen“, sagt er.

Im Einsatz hat Sebastian Kuppe den Mercedes zwar nicht mehr erlebt, er ist erst 2018 bei Krono, zeigt sich aber dennoch stolz, dass gerade ein Feuerwehrauto quasi das Unternehmen repräsentiert. „Holzwerkstoffindustrie und Brandschutz sind nämlich untrennbar miteinander verbunden“, sagt er. Und als Brandschutzverantwortlicher muss er es ja schließlich wissen. Er ist demnach einer von 67 Angehörigen der Werksfeuerwehr bei Krono.

Schildhalter ist auch Würdigung für Feuerwehr

Die darf übrigens nur auf dem Werksgelände tätig werden. „Theoretisch ist auf Geheiß des Innenministeriums auch ein Außeneinsatz möglich“, erklärt Sebastian Kuppe. Weil dann der Schutz des eigenen Werkes aber nicht mehr möglich sei, werde es wohl nie zu solchen Einsätzen kommen. Im Drei-Schichtsystem sorgen jeweils immer zwölf Werksfeuerwehrleute für die Sicherheit bei Krono. Wenn sie keinen Brand löschen oder Ölspuren beseitigen müssen, arbeiten sie ganz normal in der Produktion. Die meisten an der OSB-Pressanlage, wie Sebastian Kuppe berichtet. Der größte bisherige Löscheinsatz liege jedoch schon 13 Jahre zurück.

„Mit verbesserter Technik aber auch gut ausgebildeten Leuten passiert eben weniger“, sagt Uwe Petzold. Deshalb sei es dem Unternehmen auch wichtig diese Arbeit zu würdigen – gerne auch mit einem Hingucker direkt an der Bundesstraße.

Von Christian Bark

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