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Heiligengrabe Holzturm auf Herz und Nieren überprüft
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heiligengrabe Holzturm auf Herz und Nieren überprüft
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10:00 29.12.2018
Detlef Glöde freut sich über die Lösung des Holzschutzproblems unten am Turm. Quelle: Christamaria Ruch
Blumenthal

Was lange währt, wird gut. Das gilt auch für die ersten großen Wartungsarbeiten am Holzaussichtsturm in Blumenthal. Die Mitglieder vom Verein Aussichtsturm Blumenthal planten schon seit 2014 diese Maßnahme. 13 200 Euro flossen seit Sommer in das Projekt. 5000 Euro stellte dafür die Stiftung der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin bereit. Hinzu kamen 7800 Euro Eigenmittel vom Verein sowie 400 Euro Privatspenden.

Vor allem die Gipfelstürmer haben nun ganz andere Perspektiven. Auf der Aussichtsplattform in 36 Meter Höhe befindet sich eine komplett neue Beplankung. Und erstmals stehen vier Sitzbänke für Besucher dort bereit. „In alle vier Himmelsrichtungen sind Bänke installiert, acht Personen können dort gleichzeitig sitzen“, sagt Detlef Glöde. Außerdem ist defektes Lärchenholz an vielen Stellen ausgetauscht, alle Metallbolzen am Bauwerk sind nachgezogen. „Gleichzeitig erfolgte bei den Arbeiten eine vollständige Wartungssichtung“, sagt Glöde.

Vier Bänke bieten nun schöne Aussichten von ganz oben.   Quelle: Christamaria Ruch

Auch ein Holzschutzproblem konnte in diesem Zuge bei der Wurzel angepackt werden. Denn in der untersten Ebene vom Turm siedelte sich ein Pilz an und setzte dem Holz zu.

Holzgitter schützt Besucher

Ursache dafür war die Technik, die die Waldbrandkamera und den Blitzschutz in Gang hält und sich unten am Turm befindet. Diese erzeugt Wärme und staute sich um die Holzkonstruktion im Turminneren. Deshalb ersetzt jetzt ein Stahlgitter die ehemalige Holzbeplankung. Außerdem sorgt an dieser Stelle ein Holzgitter für die Sicherheit der Besucher. „Das waren die letzten Arbeiten“, sagt Detlef Glöde. Sie schlugen zusätzlich zu den Gesamtkosten in Höhe von 13 200 Euro nochmals mit 1600 Euro zu Buche.

Die Zimmerei um Zimmermeister René Bartl aus Giesensdorf (Prignitz) übernahm die Arbeiten am Turm. Bartl baute von 2003 bis 2004 den in seiner Bauweise deutschlandweit einmaligen Holzturm.

Den Spendern gedankt

Die Hauptkonstruktion aus Eiche und Lärche hat eine Lebensdauer von 40 Jahren. „Er hat sehr gute Arbeit geleistet“, sagt Detlef Glöde. Außerdem dankt der Vereinschef der Stiftung der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin sowie den weiteren Spendern. „Das ging alles Hand in Hand“, so Glöde.

Von Christamaria Ruch

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