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Heiligengrabe Polizei zeigt Schülern Schutz vor Verletzungen und Mobbing
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heiligengrabe Polizei zeigt Schülern Schutz vor Verletzungen und Mobbing
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00:23 29.03.2019
Polizistin Antje Röper während ihres Besuchs bei Fünftklässlern in Heiligengrabe. Quelle: Björn Wagener
Heiligengrabe

Die kleine Übung dauert nur wenige Minuten, verfehlt ihre Wirkung aber nicht: „Ich habe mich gar nicht gut gefühlt“, sagt eine Schülerin der Nadelbachgrundschule in Heiligengrabe danach. Sie sollte sich zuvor ihren vermeintlich neuen Klassenkameraden vorstellen. Doch die ignorieren sie, stehen in Grüppchen zusammen, tuscheln. Gespräche mit der „Neuen“? Nein, danke.

Diese Situation in der Klasse 5a ist an diesem Vormittag nur gespielt. Die „Neue“ ist zuvor kurz aus dem Klassenraum geschickt worden und findet ihre Mitschüler bei ihrer Rückkehr völlig verändert wieder. Was eine solche Situation mit einem Kind macht, das sie real durchlebt, ist eine Form der Gewalt. Antje Röper von der Abteilung Prävention der Polizeiinspektion Ostprignitz-Ruppin will das den Kindern anhand des Rollenspiels deutlich machen, nachdem nicht alle in der Klasse das Nichtbeachten als Gewalt ansahen.

Gewalt sind nicht nur Schläge

Gewalt sind eben nicht nur Schläge, Verletzungen oder Sachbeschädigungen. Auch wenn die Seele leidet, werden Schmerzen zugefügt. Was Gewalt ist, wie sie entstehen kann und worauf es ankommt, damit eine Situation nicht eskaliert, darum geht es in insgesamt vier Schulstunden mit der Polizistin, jeweils zwei für eine Klasse. Die Kinder beantworten unter anderem Fragen, werden zum Mitmachen animiert und sehen einen Kurzfilm über Mobbing. Auch die Heiligengraber Revierpolizistin Manuela Hennig möchte sich einen Eindruck von der Runde verschaffen und nimmt hinter einer Schulbank Platz. Wichtigste Botschaft: Um eine aufgeladene Situation zu entschärfen, müsse immer jemand einen Schritt zurückgehen, kompromissbereit sein.

Fälle von Gewalt gebe es an Schulen immer wieder. „Die Lehrer berichten oft, dass das Gewaltpotenzial zugenommen habe“, sagt Antje Röper. Nach konkreten Vorfällen seien mitunter auch die Eltern bemüht, solche Informationsangebote der Polizei an die Schulen zu holen.

An Schulen im Einsatz

Antje Röper ist als Teil des Präventionsteams ständig an Schulen unterwegs. Dann gehe es nicht nur um Themen wie Gewalt- oder Suchtprävention, sondern auch um das richtige Verhalten im Straßenverkehr, Schutz vor Cyber-Verbrechen oder Einbrechern. In Heiligengrabe war Antje Röper an zwei Tagen zu Gast – nach dem Thema Gewalt am Montag ging es am Dienstag um den Diebstahlschutz. Auch eine Puppenbühne hatte die Polizistin im Gepäck.

Neu im Präventionsteam der Polizei sei ein technischer Berater, der in Sicherheitsfragen weiterhelfen kann oder auch diverse Fahrräder oder Geräte codiert.

Von Björn Wagener

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