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Heiligengrabe Kaum Land für Häuslebauer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heiligengrabe Kaum Land für Häuslebauer
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00:22 25.01.2019
Anwohner Arno Beck kritisiert, dass es nicht genug Grundstücke zum Bauen gibt. Quelle: Christian Bark
Papenbruch

Obwohl die Zinsen für Kredite derzeit niedrig sind, hat es bisher nicht viele Häuslebauer nach Papenbruch gezogen, wie Anwohner Arno Beck am Montagabend auf der Ortsbeiratssitzung im Dorf kritisierte. Das Problem ist, dass derzeit kaum Bauland im Innenbereich zur Verfügung steht. „Es ist schade, dass wir, obwohl wir ein attraktives Dorf geworden sind, wenig Neubauten verzeichnen können“, sagte er.

Andere Ortsteile, die mehr Bauland zur Verfügung hätten, würden nach wie vor junge Familien anziehen. Bestehende Immobilien seien, weil noch bewohnt oder nicht mehr dem Geschmack der Zeit entsprechend und mit viel Umbauaufwand verbunden, für solche Familien selten attraktiv.

In Papenbruch stehen jedoch am Schulberg Baugrundstücke zur Verfügung. Die Nachfrage hält sich dafür aber in Grenzen. Sie sind Kirchenland und die will die Flächen nicht verkaufen, sondern verpachten. „Wir als Kirchgemeinde würden gerne verkaufen, das letzte Wort hat aber die Evangelische Kirche in Berlin“, erklärte Pfarrer Berthold Schirge. Dort bestehe man aber weiterhin auf sogenannte „Erbbaupachtverträge“, die üblicherweise 99 Jahre Laufzeit haben.

Pfarrer Berthold Schirge will mit der Kirchgemeinde ein Alibi-Grundstück kaufen. Quelle: Christian Bark

Auf der Sitzung am Montagabend mutmaßten einige Anwesende, dass die Pacht über ein Jahrhundert die Bauwilligen womöglich teurer zu stehen kommen würde, als wenn sie die Grundstücke kauften. „Die jährliche Pacht richtet sich nach der Grundstücksgröße, dem Bodenrichtwert sowie einer Verzinsung von 4,5 Prozent“, erklärte Kathrin Beutel vom kirchlichen Verwaltungsamt in Kyritz am Dienstag im MAZ-Gespräch.

Für ein rund 900 Quadratmeter großes Grundstück am Schulberg würden demnach jährlich etwa 315 Euro fällig, rund 31 200 Euro in 99 Jahren. Zuzüglich Notar- und Anschlusskosten sowie Vermessungsgebühr. „Der Pächter wird quasi wie ein Eigentümer behandelt und hat sogar ein Vorkaufsrecht“, erklärte Kathrin Beutel. Könne bei Nichtverlängerung des Vertrages also das Land kaufen.

Kirchgemeinde will Ausgleichsfläche erwerben

Es sei sonst aber nach wie vor nicht sein Grund und Boden, auch nach 100 Jahren nicht. In anderen Regionen wie Neuruppin, Kyritz oder Wittstock sei das für viele Eigenheimbauer kein Problem. Dort bestehen der Verwaltungsamtsmitarbeiterin zufolge zahlreiche Erbbaupachtverträge. Im Berliner Speckgürtel sowieso.

Pfarrer Berthold Schirge und die Kirchgemeinde haben natürlich auch Interesse daran, dass junge Familien nach Papenbruch kommen, um dort zu bauen und zu leben, wie der Kirchenmann betonte. Deshalb hat die Gemeinde auch eine Idee. „Wir wollen uns um eine Ausgleichfläche kümmern“, kündigte der Pfarrer an. Sei die erworben, könne anderes Land verkauft werden.

Marcel Wildebrandt (r.) sieht die Niedrigzinsphase bald vorüberziehen. Quelle: Christian Bark

Laut Papenbruchs Ortsvorsteher, Marcel Wildebrandt gibt es den Plan allerdings schon länger – bisher ohne Ergebnisse. „Die Kirche ist da sehr bürokratisch, wir sind aber auf gutem Wege“, so Berthold Schirge.

Dass nicht mehr allzu lange gewartet werden soll, darüber waren sich alle Beteiligten am Montagabend einig. „Ich tippe, in zwei Jahren ist die Niedrigzinsphase vorüber“, so der Ortsvorsteher.

Von Christian Bark

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