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Heiligengrabe Eine Wohngemeinschaft voller Insekten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heiligengrabe Eine Wohngemeinschaft voller Insekten
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01:15 01.04.2019
Insektenhotels sind eine alternative Nisthilfe. Der Hobbyornithologe Volkmar Schenk aus Blumenthal bietet Marienkäfern, Hummeln und Fliegen kostenfreien Wohnraum an. Quelle: Christamaria Ruch
Blumenthal

Hummel, Wildbiene, Schwebfliege oder Marienkäfer – all diese Insekten mögen den Platz an der Sonne. Doch an vielen Standorten finden die kleinen Nutztiere weniger Platz zum Nisten oder Überwintern. Der Grund: Die Landschaft zeichnet sich mittlerweile durch intensivere Flächennutzung aus.

Die Artenvielfalt nimmt ab und auch Insekten finden weniger Lebensräume – auch in Ostprignitz-Ruppin. Der Hobbyornithologe Volkmar Schenk aus Blumenthal möchte seinen Beitrag leisten: Mit einem Insektenhotel der Marke Eigenbau lockt er nun die Nützlinge in seinen Garten.

Weil diese Nist- und Überwinterungshilfen an ein Haus mit mehreren Etagen erinnern, heißen sie Insektenhotels. „Ich hatte das erste Insektenhotel geschenkt bekommen. Insekten entdeckten diesen Platz schnell und zogen dort ein“, sagt er.

Der Hobbyornithologe Volkmar Schenk aus Blumenthal bestückt die Zimmer im Insektenhotel Marke Eigenbau. Quelle: Christamaria Ruch

Dabei wollte er es nicht belassen, sondern zog sich nun in seine Werkstatt zurück und baute ein eigenes Hotel. „Ich habe nur Naturholz verwendet“, sagt Volkmar Schenk. „Den Rahmen aus Naturholz habe ich mit Leinöl gestrichen.“ Alle anderen Bestandteile wie Kieferzapfen oder Schnittholz stammen direkt aus der Natur und sind unbehandelt. Das 90 Zentimeter hohe, 40 Zentimeter breite und zwölf Zentimeter tiefe Hotel hat vier Etagen.

Unterm Dach befindet sich ein Einflugloch für Hummeln. Eine Etage tiefer ist Gaze gespannt und dieser Raum hat neben den Löchern auch mehrere Einflugschlitze für Schmetterlinge. „Im Inneren befinden sich Hobelspäne und Kiefernzapfen“, sagt er.

Aus der Natur: Schnittholz und Kiefernzapfen bieten Insekten Unterschlupf. Quelle: Christamaria Ruch

Außerdem hat Volkmar Schenk Schnittholz im Garten gesammelt, auf zwölf Zentimeter Länge geschnitten und dann jeweils Löcher hinein gebohrt. Dieses Holz stapelt er lose in dem größten Hotelbereich: Zwei diagonal eingelegte Bretter unterteilen das Fach in vier Zimmer.

Das Insektenhotel allein lockt noch keine Tiere an. Obstbäume, Stauden und Kräuter im direkten Umfeld bieten Nahrung. Eine Wasserstelle ist ebenfalls von Vorteil. Genau diese Umgebung bietet der Garten von Volkmar Schenk: „Die Tiere leisten einen Beitrag zur Bestäubung der Blumen und Obstgehölze.“ Außerdem sind sie als biologische Schädlingsbekämpfer unterwegs und ernähren sich beispielsweise von Blattläusen. Vögel wiederum nutzen die Insekten in der Nahrungskette für sich.

Von Christamaria Ruch

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