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Heiligengrabe Diakonie: Höchste Ehrung für Brunhilde Krause
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14:48 27.12.2019
Berufung seit 47 Jahren: Brunhilde Krause (l.) kümmert sich auf vielfältige Weise um die Bewohner des Friedenshortes in Heiligengrabe. Quelle: Christamaria Ruch
Heiligengrabe

Kinder, Jugendliche und Erwachsene: Für jede Altersgruppe übernimmt Brunhilde Krause bei der Stiftung Diakonissenhaus Friedenshort in Heiligengrabe Verantwortung. Nun wird die 67-Jährige mit dem Kronenkreuz in Gold geehrt. Dabei handelt es sich um die höchste Ehrung des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Die Auszeichnung wird beim Epiphaniasfest am Montag, 6. Januar 2020, in Heiligengrabe überreicht. Brunhilde Krause ist seit 47 Jahren im Friedenshort tätig: zunächst 43 Jahre ihres Berufslebens, und seit ihrem Eintritt in den Ruhestand Ende 2015 engagiert sie sich als geringfügig Beschäftigte. Doch darüber hinaus ist sie jeden Tag ehrenamtlich im Einsatz. „Das ist das erste Mal, dass das Kronenkreuz in Gold hier vergeben wird“, sagt Stephan Drüen, Einrichtungsleiter am Standort Heiligengrabe.

Haltung und Verantwortung – ein Vorbild

Er schätzt an Brunhilde Krause vor allem „die Haltung und Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen. Darin ist sie stets ein Vorbild.“ Er hat sie für die Ehrung vorgeschlagen. Nach 40 Dienstjahren erhielt Brunhilde Krause 2012 zunächst den silbernen Friedenshortstern.

Wer mit Brunhilde Krause ins Gespräch kommt, dem fällt vor allem ihre Unaufgeregtheit auf. Sie macht um ihre Person kein Aufhebens, drängelt sich nicht in den Vordergrund. Vielmehr „hat sie immer ein liebevolles Auge auf alle Bewohner“, sagt Stephan Drüen.

Ausbildung im Friedenshort

Brunhilde Krause stammt aus Garlitz bei Rathenow; sie lebt und arbeitet seit 1972 in Heiligengrabe. Sie absolvierte eine Ausbildung zur kinderdiakonischen Helferin im Friedenshort und bildete sich später zur Heilerziehungspflegerin weiter.

Sie war in verschiedenen Wohngruppen der Eingliederungshilfe tätig und sorgte sich dort um Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit geistiger Behinderung.

Zuständig für 20 Kinder und 100 Diakonissen

Von 1972 bis 2004 war sie für 20 Kinder im Haus „Mutters Freude“ verantwortlich. Eine Arbeit in drei Schichten. Bis 1989 beschulte Brunhilde Krause dort auch die Kinder.

„In den 1970er Jahren waren hier mehr als 100 Diakonissen tätig und nur wenige zivile Angestellte, zu denen ich zählte“, sagt Brunhilde Krause. Sie gestaltete auch den Übergang von den diakonischen zu den zivilen Angestellten. Seit zwei Jahren leben alle Diakonissen aus Heiligengrabe im Mutterhaus des Friedenshortes im hessischen Freudenberg.

„Frau Krause sieht ihre Arbeit als Berufung und ist immer im Einsatz, sie kann weder wegsehen noch weghören“, sagt Stephan Drüen. Und: „Dabei wirkt sie nie gestresst.“ Die 67-Jährige nickt und sagt: „Ja, das stimmt. Das ist wohl ein Geschenk von oben.“

Nicht Mauern bauen, sondern Windmühlen

Ihr Lebensmotto: „Wenn der Wind der Veränderung weht, baue keine Mauern sondern Windmühlen.“ Das Lied „Tragt in die Welt ein Licht“ gibt ihr ebenfalls Kraft und Halt.

Anfangs war sie zurückhaltend, erinnert sie sich. Längst setzt sie sich für gute Ideen ein und fordert deren Umsetzung. Dabei findet sie bei Stephan Drüen Gehör: „Sie nimmt Chancen wahr, greift Anregungen der Bewohner auf und sorgt sich seit vier Jahren um das Wohl der Bewohner im Seniorenheim ,Haus Friede’.“

Sie ist vielseitig musisch und kreativ interessiert und hinterlässt bei vielen Veranstaltungen ihre Handschrift. Sie begleitet ehrenamtlich ältere Einwohner aus Heiligengrabe zum Arzt und zum Einkauf. Und sie unterstützt in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft Menschen mit einer geistigen Behinderung bei der Gestaltung der Freizeit. Außerdem pflegt sie den Garten des Friedenshortes.

Kronenkreuz in Gold – „muss das sein?“

Brunhilde Krause weiß aber auch um den Abstand zur Arbeit. „Ich fahre gern in den Urlaub, um Ideen zu sammeln, die den Bewohnern des Friedenshortes zugute kommen.“ Zu der bevorstehenden Ehrung mit dem Kronenkreuz in Gold sagt sie verwundert: „Muss das sein?“

Von Christamaria Ruch

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