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Heiligengrabe Kunsthandwerkermarkt lockt viele Neugierige
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17:06 25.11.2018
Seit 18 Jahren verkauft sie auf dem Kunsthandwerkermarkt ihre Klöppelwaren: Karola Doll demonstriert ihre Fertigkeit. Quelle: Annika Jensen
Papenbruch

Es war gemütlich. Vor allem das. Denn das alte Bauernhaus von Heike Kropius hat viele verwinkelte Ecken, niedrige Decken und alte Balken. Es steht in Papenbruch und ist seit 18 Jahren Schauplatz einer unter den Anwohnern lieb gewonnenen Tradition: Der jährliche vorweihnachtliche Kunsthandwerkermarkt. Am Samstagnachmittag war es wieder soweit.

Heike Kropius (l.) und Astrid Wittkopp haben gemeinsam mit Karola Doll den Markt vor 18 Jahren gegründet. Quelle: Annika Jensen

Längst kommen die Besucher aber freilich nicht mehr nur aus Papenbruch und Heiligengrabe. Dafür hat sich der Markt schon zu sehr herumgesprochen. Anders sieht es da schon bei den Künstlern und Handwerkern aus, die ihre Produkte feilbieten. Sie alle kommen aus der Nähe. Denn es ist ein Markt, der die lokalen Kreativen unterstützen möchte. Sie verkaufen Gefilztes, Gewebtes, Getöpfertes, Genähtes, Gebasteltes, aber auch Schmuck und Gemälde.

In gemütlicher Atmosphäre konnten die Besucher bei Kaffee, Kuchen und Kartoffelsuppe sitzen und reden. Quelle: Annika Jensen

Ein Beispiel ist Karola Doll. Sie kommt aus dem Erzgebirge, lebt aber seit 1974 in Heiligengrabe. Damals brachte sie in ihre neue Heimat etwas mit, das die Menschen heute noch begeistert: die Klöppeltechnik. „Das ist eine sehr alte Technik“, sagt die 65-Jährige. „Ursprünglich kam sie aus Persien.“ In einem kleinen Zimmer in Kropius’ Bauernhaus sitzt sie an ihrem Klöppelkissen und kreiert eine aufwendige Engelfigur. Neben ihr auf einem großen Tisch sind bereits fertige Waren ausgebreitet, die die Kunden kaufen können.

Karola Doll gehört zu den drei Gründerinnen des Marktes, die sich vor 18 Jahren zusammentaten und erste Waren anboten. Die beiden anderen waren die Hausherrin Heike Kropius und ihre Freundin Astrid Wittkopp. Kropius ist Malerin und hat ihr Atelier in dem Gebäude. Wittkopp malt ebenfalls und filzt und webt natürliche Textilien, die sie mit Naturprodukten färbt.

Auch Körbe und Fotografien gab es zu kaufen. Quelle: Annika Jensen

„Die Anwohner hatten immer gefragt, was wir als Künstler so machen“, erzählt Heike Kropius. „Dann haben wir uns kurzer Hand dazu entschlossen, unsere Türen zu öffnen und einen Markt zu veranstalten.“ Seit jeher findet er am Tag vor dem Totensonntag statt, also kurz bevor der Weihnachtstrubel beginnt. „Wir hatten uns damals entschieden, den Markt kurz vor dem Advent zu machen, weil unsere Zeit im Advent zu knapp ist“, sagt Heike Kropius. Dabei ist es geblieben.

Auf der Suche nach ersten Weihnachtsgeschenken

Das hält die Besucher aber freilich nicht davon ab, nach Weihnachtsgeschenken für ihre Liebsten zu suchen. Vor allem kommen die Menschen auf dem Markt zusammen, um sich zu treffen und sich auszutauschen. Man kennt sich eben. Bei Kuchen, Kartoffelsuppe und Tee kommen sie an einer langen Tafel ins Gespräch.

„Es ist ein liebevoll gestalteter Markt“, sagt Besucherin Annett Jürgens. Die 53-Jährige ist mit Heike Kropius befreundet und kommt seit vielen Jahren in ihr Haus – auch wenn Kunsthandwerkermarkt ist. „Es ist einfach urig hier und es sind viele Kunsthandwerker da, die hier leben und sich mit der Region identifizieren.“

Von Annika Jensen

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