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Heiligengrabe Nachwuchstalente beim „Zirkus im Schwarzlicht“
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heiligengrabe Nachwuchstalente beim „Zirkus im Schwarzlicht“
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15:49 09.10.2019
Sogar der Kinoklassiker Star Wars mischt im Traumwald mit. Quelle: Christamaria Ruch
Blumenthal

Für Hanna geht es hoch hinaus. Die Viertklässlerin aus der Kleinen Grundschule in Blumenthal steht auf den Schultern ihrer beiden Akrobatikpartnerinnen Hannah und Lisa. Dort oben breitet Hanna ihren Leuchtumhang aus und zieht alle Blicke in der Turnhalle in Blumenthal auf sich.

Akrobatik, Artistik, Tanz und Theater

Beim dreitägigen FerienprojektZirkus im Schwarzlicht“ bereiteten sich seit Montag 25 Kinder und Jugendliche auf einen gemeinsamen Auftritt am Mittwochnachmittag in der Turnhalle des Ortes vor. Sie erzählen eine Geschichte aus dem Traumwald. Akrobatik, Artistik, Tanz und Theater greifen ineinander. Die Schüler kommen aus der Diesterweg- und Waldringgrundschule, der Förderschule „Lernen“ und dem Gymnasium in Wittstock sowie aus der Nadelbachgrundschule in Heiligengrabe und der Gastgeberschule in Blumenthal.

Tom Jelinski und Madlen Striegler stimmen sich über den Filmdreh zu „Zirkus im Schwarzlicht“ ab. Quelle: Christamaria Ruch

Bei Schulsozialarbeiterin Madlen Striegler aus Blumenthal laufen die Fäden zusammen. An ihrer Seite sind weitere Schulsozialarbeiter sowie Referenten damit beschäftigt, „Zirkus im Schwarzlicht“ mit Leben zu füllen.

Angelika Jost ist Zirkuspädagogin und ausgebildete Artistin und arbeitet nun bei Estaruppin. Die 40-Jährige stammt aus der Schweiz und begeistert jetzt Kinder und Jugendliche in Ostprignitz-Ruppin für die Akrobatik. „Beim Training geht es darum, den Kindern nichts aufzudrücken, sondern ihre Sprache zu sprechen und sie ernst zu nehmen“, sagt Angelika Jost.

Zwei Tage Probe für die Hebeübung

Mit Hanna, Hannah und Lisa hat sie die Hebeübung einstudiert. „Da haben wir zwei Tage dran gearbeitet“, sagt Lisa. Hanna, die am Ende dieser Darbietung ganz oben steht, ist schwindelfrei. „Ich habe keine Angst, wir haben ja auch Vertrauensübungen gemacht“, sagt sie.

Bei der Geschichte im Traumwald weht ein kräftiger Wind. Dafür bewegen die Mädchen bunte Pois. Quelle: Christamaria Ruch

„Am ersten Tag haben wir die Choreographie mit den Kindern und Jugendlichen entwickelt“, sagt Madlen Striegler. Dabei hinterließen die Schüler ihre Handschrift. „Satz für Satz haben wir die Geschichte zusammen gesetzt und dabei entstand eine fantasievolle Erzählung“, so Striegler. Neben einem Männchen, das im Wald unterwegs ist, tauchen Prinzessin Lea und die Besatzung eines Raumschiffs sowie andere Überraschungen auf.

Tänzerinnen zeigen mit Anmut, was in ihnen steckt. Lara, Marie und Josy wirbeln bunte Tücher umher und zeigen auch Bauchtanzelemente. „Ich mag es, mir Tänze einzuprägen und sie dann zu zeigen. Damit kann ich Gefühle ausdrücken“, sagt Josy bei der Probe. Und mit den Tüchern „sieht das bunter und besser aus.“

Sie tanzt jeden Nachmittag

Marie sagt: „Ich tanze jeden Nachmittag.“ Auch für Lara bedeutet das Tanzen eine schöne Freizeitbeschäftigung. Referentin Anne Köppe übt synchron den Tanz ein. Dabei steht sie den Mädchen gegenüber und tanzt mit. „Teilweise habe ich die Choreographie mitgebracht, aber das ist immer nur wie eine Schablone, denn wir verändern auch die Tänze und die Schüler haben auch eigene tolle Einfälle“, sagt Köppe.

Lara, Josy und Marie (vl.) lieben das Tanzen und zeigen, was in ihnen steckt.  Quelle: Christamaria Ruch

Für die Aufführung arbeiteten die Kinder und Jugendlichen mit ihren Betreuern in fünf Gruppen. Schrittweise setzten sich im Laufe der drei Tage die Puzzleteile zusammen, um am Ende in gut 45 Minuten die Geschichte aus dem Traumwald zu erzählen.

Raumschiff stürzt ab

Da stehen acht Mädchen auf der Bühne und bewegen die Pois, das sind dünne Tücher an Stäben. Damit weht symbolisch ein kräftiger Wind. Und schließlich stürzt das Raumschiff aus Star Wars im Wald ab und wirbelt mächtig Staub auf. „Es geht darum, die Geschichte so zu präsentieren, dass sie für das Publikum interessant ist“, sagt Schulsozialarbeiterin Nadine Klöhn.

Schwindelfrei: Hanna (M.) steht auf den Schultern von Hannah (l.) und Lisa. Quelle: Christamaria Ruch

Unterdessen konzentriert sich Tom Jelinski aus der 10. Klasse des Wittstocker Gymnasiums auf ganz andere Details. Er dreht mit zwei Kameras einen Film über die Aufführung: „Ich muss immer die richtigen Einstellungen finden und den Wechsel zwischen den Perspektiven hinbekommen. Es geht darum, den perfekten Moment abzuwarten.“

Von Christamaria Ruch

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