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Heiligengrabe Neue Urnengrabanlage fertiggestellt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heiligengrabe Neue Urnengrabanlage fertiggestellt
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12:13 03.09.2019
Die neue anonyme und halbanonyme Urnengrabanlage auf dem Friedhof in Blandikow ist fertig. Ortsvorsteher Jörg Meusburger, Arnim Gerbert, der den Stein zur Verfügung stellte, Gemeindearbeiter Mathias Schunke, Sandra Städtke von der Friedhofsverwaltung und Steinmetz Michael Janott aus Blumenthal (v.l.) stellen die Anlage vor. Quelle: Björn Wagener
Blandikow

Der Friedhof in Blandikow verfügt jetzt über eine neue Gemeinschaftsurnengrabanlage. Dort können Verstorbene halbanonym oder anonym bestattet werden. Es ist Platz für etwa 40 Grabstellen, die im Halbrund angeordnet werden. Ein angelegter Weg führt dorthin.

Es gibt ihn bereits seit 2017. Die erste Urnenbestattung fand im Februar dieses Jahres statt. Doch erst jetzt wurde die Anlage tatsächlich fertiggestellt. Grund: „Uns fehlte immer noch der passende Gedenkstein“, sagt Sandra Städtke von der Friedhofsverwaltung der Gemeinde Heiligengrabe.

Die Lösung gefunden

Er fand sich auf dem Friedhof in Heiligengrabe – auf dem Platz für

Steinmetz Michael Janott aus Blumenthal bringt das erste Namensschild am Stein der neuen anonymen und halbanonymen Urnengrabanlage auf dem Friedhof in Blandikow an. Quelle: Björn Wagener

Steine von abgeräumten Gräbern. Er gehörte einst zum Grab von Paul Gerbert. „Dieser Grabstein war einfach so schön – viel zu schade, um ihn dort liegen zu lassen“, erzählt Sandra Städtke über ihre Entdeckung. Also nahm sie Kontakt zur Familie Gerbert auf und fragte, ob der Stein zur Urnengrabanlage nach Blandikow umziehen dürfe. Arnim Gerbert stimmte zu. Also wurde Steinmetz Michael Janott aus Blumenthal beauftragt, die Buchstaben zu erneuern und das Exemplar zu reinigen.

Dank an Arnim Gerbert

Bei der offiziellen Freigabe der neuen Anlage konnte sich Arnim Gerbert deshalb über einen Blumenstrauß freuen. „Jetzt ist alles fertig. Auch die Lage direkt an einer kleinen Baumgruppe ist schön“, so Sandra Städte. Sie ist Arnim Gerbert sehr dankbar für seine Spende. „Einen neuen Stein in dieser Art anfertigen zu lassen, hätten wir nicht leisten können.“

Inzwischen wurde das erste Namensschild angebracht. Insgesamt werden etwa 20 solcher Schildchen dort Platz haben. Dass diese Zahl nur die Hälfte der Grabstellen umfasst, sei kein Problem. Denn es werde ja auch anonyme Bestattungen geben – ganz ohne Schilder. In die Gestaltung der neuen Urnengrabanlage habe die Gemeinde 3500 Euro investiert.

Um die klare Optik zu erhalten, sei dort nur sehr dezenter Grabschmuck wie kleine Sträuße oder Pflanzschalen erlaubt, nicht aber Dinge wie Engel, Kerzen oder ähnliches.

Private Pflege nicht erlaubt

Gepflegt werde die Anlage von Gemeindearbeiter Mathias Schunke. Eine private Pflege ist nicht erlaubt.

Die neue anonyme und halbanonyme Urnengrabanlage auf dem Friedhof in Blandikow. Quelle: Björn Wagener

Halbanonyme Urnengrabstellen kosten dort je 130 Euro, anonyme 90 Euro – jeweils für 20 Jahre. Diese Zeit kann nicht verlängert werden. Ähnliche Gemeinschaftsanlagen für halbanonyme und anonyme Urnenbestattungen gebe es laut Sandra Städtke auch in Heiligengrabe, Liebenthal, Dahlhausen, Herzsprung und Blesendorf. Diese Art der Bestattung liege im Trend. Der Grund: Die Angehörigen haben keinen Aufwand. „Heutzutage leben die Kinder oft nicht mehr im Ort. Wer soll ein Grab pflegen?“, so Sandra Städtke.

Dennoch gibt es weiter hinten auf dem Friedhof eine Urnenwahlgrabstelle mit Grabplatten. Diese Plätze sind jeweils einen Quadratmeter groß. Dort übernehmen die Angehörigen die Pflege selbst.

Die mögliche Variante, nur noch eine einzige Urnengrabstelle am neuen Standort zu führen, sei vom Ortsbeirat abgelehnt worden, sagt Ortsvorsteher Jörg Meusburger.

Zweite Anlage wird erweitert

„Wir wollten, dass die zweite, noch unvollständige Urnenwahlgrabanlage am ursprünglichen Platz bleibt und dort erweitert wird.“ Aus optischen Gründen. Dort koste eine Einzelstelle 125 und eine Doppelstelle 250 Euro für 20 Jahre.

Demnächst solle auf dem Friedhof noch eine Hecke entfernt und die Holzstreben von Sitzbänken erneuert werden, sagt Mathias Schunke.

Von Björn Wagener

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