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Heiligengrabe Querung für den Annenpfad gefordert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heiligengrabe Querung für den Annenpfad gefordert
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00:37 27.05.2018
Die Mitglieder des Arbeitskreises Annenpfad und die Abgeordneten Sebastian Steineke (2.v.r.) und Jan Redmann (3.v.l.) an der Querung vom Annenpfad an der B 189.
Die Mitglieder des Arbeitskreises Annenpfad und die Abgeordneten Sebastian Steineke (2.v.r.) und Jan Redmann (3.v.l.) an der Querung vom Annenpfad an der B 189. Quelle: Christamaria Ruch
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Heiligengrabe

Wenn der Ausbau der Bundesstraße 189 zwischen Kemnitz und Heiligengrabe Realität wird, hat das auch weitreichende Folgen für den Pilgerweg Annenpfad. Die vorhandene Querung an der Bundesstraße, die die Pilger zwischen Alt Krüssow und Bölzke nehmen, wäre dann nicht mehr möglich. Die Bundesstraße soll nach derzeitigem Planungsstand dreispurig ausgebaut, mit Leitplanken versehen und für Tempo 100 freigegeben werden.

Sollte beim Straßenausbau eine Querung, egal ob Brücke oder Tunnel, nicht zustande kommen, muss der Annenpfad auf asphaltierte Strecken ausweichen und verliert an Attraktivität.

Wegmarke am Annenpfad. Quelle: Christamaria Ruch

„Die Gespräche sind jetzt notwendig und wichtig, um bei der Planung eingreifen zu können“, sagte der Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke (CDU) am Mittwochnachmittag in Heiligengrabe. Den Ausbau selbst hält er für notwendig.

Er folgte mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Jan Redmann der Einladung des Arbeitskreises Annenpfad. Nach einer Begehung vor Ort an der B 189 stand für beide der Handlungsbedarf fest. Denn schon jetzt rasen die Fahrzeuge dort entlang, wo Pilger die Langsamkeit und Entschleunigung bewusst suchen - Tempo 80 ist an der Querung erlaubt.

Kleine Anfrage im Landtag

„Wir werden vom Landtag eine Kleine Anfrage an den Landesbetrieb Straßenwesen stellen“, sagte Redmann. Dies ist ein probates Mittel, „dass das Problem eine Aufmerksamkeit erhält. Es setzt in den aktuellen Verfahrensstand ein“, so Redmann.

Mit diesem Ergebnis zeigten sich die Mitglieder im Arbeitskreis Annenpfad zufrieden: „Wir haben etwas erreicht und sind auf offene Ohren gestoßen“, sagte Elisabeth Hackstein. Sie vertritt das Kloster Stift zum Heiligengrabe im Arbeitskreis. „Wir möchten den Annenpfad erhalten und brauchen öffentliche Unterstützung“, sagte sie zum Auftakt des Gesprächs. An ihrer Seite sind die Vorsitzenden der Fördervereine Wallfahrtskirche Alt Krüssow und Bölzker Kirche, Uwe Dummer sowie Ralf Doerks, aktiv. Außerdem ist der Revierleiter Reinhard Helm als sachkundiger Berater in diesem Gremium tätig.

22 Kilometer langer Rundweg in Gefahr

Der 22 Kilometer lange Rundweg zwischen Heiligengrabe, Alt Krüssow und Bölzke erfreut sich seit seiner Eröffnung im Jahre 2011 regional und überregional wachsender Beliebtheit. „Hier haben wir den klassischen Konflikt zwischen Ausbau der Infrastruktur und Tourismus“, sagte Reinhard Helm.

Nach ersten Gesprächen zwischen dem Arbeitskreis Annenpfad und dem Landesbetrieb Straßenwesen „benötigen wir die öffentliche Unterstützung, um die Notwendigkeit einer Querung darzustellen“, so Helm. Daher nahm der Arbeitskreis Annenpfad parteiübergreifend Kontakt mit Bundes- und Landtagsabgeordneten der Region auf – Sebastian Steineke und Jan Redmann reagierten als einzige.

Auch Mike Laskewitz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz, unterstützt die Akteure in Heiligengrabe. „Der Annenpfad ist ein Weg, der funktioniert“, sagte er.

Von Christamaria Ruch

26.05.2018