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Heiligengrabe Projekttag: Kinder legen Kartoffelknollen frei
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heiligengrabe Projekttag: Kinder legen Kartoffelknollen frei
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17:28 02.10.2019
Zur Ausbeute der Schüler gehörten auch fantasievoll geformte Knollen. Quelle: Christamaria Ruch
Blumenthal

Die Hände greifen in die Erde, tasten sich durch den kühlen Boden und greifen dann zu: Immer mehr Kartoffeln kommen zutage und wandern in die orangefarbene Netze. Am Ende hält jedes der 18 Kinder einen gefüllten Beutel in den Händen.

Zwei Kilometer Fußmarsch

Beim Projekttag an der Kleinen Grundschule in Blumenthal drehte sich am Mittwoch für die Schüler der 4. Klasse alles um das Thema Ernte und Kartoffeln. „Das Kartoffelprojekt passt gut in unseren Deutsch- und Sachkundeunterricht“, sagte Klassenlehrerin Franziska Schonert. Nach zwei Kilometer Fußmarsch erreichte die Klasse den Schlag am Kirschweg im Nachbarort Dahlhausen. Dort hielt Bettina Teiche schon Handschuhe und Netze bereit. Teiche ist Geschäftsführerin der Blumenthaler Agrar- und Dienstleistungsgesellschaft und arbeitet immer wieder mit der Schule zusammen.

Juri Kropius zeigt schon nach wenigen Minuten zwei Handvoll Kartoffeln und Bettina Teiche erklärt den Schülern Wissenswertes rund um die Knollen. Quelle: Christamaria Ruch

Auf fünf Hektar Fläche am Kirschweg sind Kartoffeln angebaut: „Anuschka“ und „Liliana“ sind frühe und vorwiegend festkochende Sorten. „Hier haben wir sandigen Lehm“, sagte Teiche. Ursprünglich sah ihr Plan vor, den Kindern die modernste Kartoffelerntetechnik zu präsentieren.

Zu nass für die Maschine

Wegen des Niederschlags in den vergangenen zwei Tagen kam aber der „Air Sep“ nicht zum Einsatz. Bei dieser Maschine hebt ein Luftstrom die Kartoffeln empor und Erde und Steine fallen dann herunter. Bei Regen verkleben aber die Bänder.

„Jeder darf heute selbst buddeln“, sagte Bettina Teiche. Dabei erfuhr sie im Gespräch mit den Mädchen und Jungen, dass einige von ihnen schon bei ihren Großeltern bei der Kartoffelernte mitgeholfen haben. Wenig später rückten die Schüler der Kartoffelsorte „Anuschka“ zuleibe. Jedes Kind machte sich über zwei Kartoffelpflanzen her und legte die Knollen frei. Kleine und große aber auch besonders interessant geformte Exemplare kamen ans Tageslicht.

Ernteglück: Emma Burdack auf dem Kartoffelschlag. Quelle: Christamaria Ruch

„Das macht Spaß“, sagte Juri Kropius, als er schließlich die ersten Knollen in der Hand hielt. Emma Burdack buddelte an einer anderen Stelle in der gleichen Reihe und erzählte: „Meiner Oma helfe ich manchmal im Garten und pflanze Blumen mit an.“

43.000 Saatkartoffeln pro Hektar

Bettina Teiche erkundigte sich bei den Schülern, ob jemand weiß, wie groß ein Hektar ist. „So groß wie ein Fußballfeld“, sagte ein Junge und lag richtig. 43 000 Saatkartoffeln werden auf einem Hektar gepflanzt.

„Glücklicherweise hatten wir trotz des sehr trockenen Sommers im August an einem Tag ein Gewitter und 52 Millimeter Niederschlag“, sagte Bettina Teiche. Mitte August begann für das Agrarunternehmen die Kartoffelernte und dauert bis Ende Oktober.

Von Christamaria Ruch

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