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Heiligengrabe 200 neue Mitarbeiter bis 2023 nötig
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heiligengrabe 200 neue Mitarbeiter bis 2023 nötig
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16:18 28.12.2018
Swiss Krono ist seit Jahren ein expandierendes Unternehmen. Foto: MAZ
Heiligengrabe

Das Unternehmen Swiss Krono will seinen Standort in Heiligengrabe in den nächsten Jahren noch weiter stärken. Bis 2023 würden etwa 200 neue Mitarbeiter benötigt. Das kündigt Standortleiter Hendrik Hecht an. Derzeit sind es rund 800. Mit ihnen seien im Geschäftsjahr 2017/18 rund 52 Millionen Quadratmeter Laminatfußboden, 600.000 Kubikmeter Mitteldichte Faserplatten (MDF) und 460.000 Kubikmeter OSB-Platten hergestellt worden.

412 Millionen Euro Umsatz

So habe Swiss Krono, der größte Industriearbeitgeber im Kreis Ostprignitz-Ruppin, im Geschäftsjahr 2017/18 Jahr am Standort Heiligengrabe rund 412 Millionen Euro umsetzen können. Hendrik Hecht schätzt dieses Ergebnis als „befriedigend bis gut“ ein.

Um auch weiterhin erfolgreich am Markt agieren zu können, solle in den kommenden zwei Jahren umfangreich in den Produktionsstandort in Heiligengrabe investiert werden. Insgesamt 40 Millionen Euro stünden dafür zur Verfügung, teilt Hecht mit.

Dieses Geld fließe in Projekte in verschiedenen Unternehmens-Ebenen. Im Bereich Produktion sei die Anschaffung einer neuen Kurztaktpresse für die Laminatproduktion vorgesehen. „Mit einer solchen Presse wird die Oberfläche auf die Platten aufgebracht“, erklärt Hendrik Hecht. Außerdem werde eine weitere Anlage zur Panelverarbeitung und -verpackung errichtet. Darüber hinaus plane das Unternehmen ein zusätzliches Hochregallager. Es soll die Arbeitsabläufe weiter automatisieren und somit wirtschaftlicher machen, vor allem, wenn es um die Belieferung oder den Abtransport der Produkte geht. Das Ziel sei, den Einsatz von Gabelstaplern zu minimieren. Mit der weiteren Automatisierung sei aber auch ein erhöhter Qualifizierungsbedarf für die Mitarbeiter verbunden.

Löschwasserteich und Luftfilteranlage

Außer in Produktionsanlagen werde laut Hecht auch in andere Bereiche investiert – etwa in die Errichtung eines weiteren Löschwasserteiches, der mit einer hochspezialisierten Reinigungstechnik für das Regenwasser ausgestattet ist. Sie solle vor allem dafür sorgen, dass mitgeschwemmte Partikel vom nahen Holzplatz aus dem Wasser gefiltert werden. Aber auch in die Verbesserung der Bedingungen am Arbeitsplatz investiere der Holzverarbeiter. Eine neue Filteranlage etwa solle in der Produktionshalle für MDF-Platten die Luftqualität anheben.

Swiss Krono arbeite zudem ständig daran, die Betriebskosten für das Werk zu senken, sagt Hecht und macht das in Zahlen deutlich: Seit 2015 habe der Erdgas-Verbrauch um 17 Prozent gesenkt werden können. Das entspreche dem jährlichen Wärmebedarf einer Kleinstadt mit 4000 Einwohnern. Die 860.000 Tonnen Holz, die im Jahr verarbeitet werden, sollen möglichst vollständig verwertet werden. In die Modernisierung der Energieanlagen sei in den vergangenen Jahren ebenfalls viel investiert worden.

Seit Jahrzehnten erfolgreich

Swiss Krono habe seit 1992 – als das Werk gebaut wurde – insgesamt 607 Millionen Euro für die Modernisierung des Produktionsstandortes Heiligengrabe ausgegeben. Dass das Werk dort erfolgreich produziert, komme auch der regionalen Wirtschaft zugute. So seien 60 Millionen Euro für Aufträge an Firmen aus der Region ausgegeben worden. Das gesamte Einkaufsvolumen, also die Summe aller Aufträge, die ausgelöst wurden, habe im zurückliegenden Geschäftsjahr in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 160 Millionen Euro betragen, davon im Kreis Ostprignitz-Ruppin 47 Millionen und in Wittstock/Heiligengrabe 13 Millionen Euro.

Von Björn Wagener

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