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Heiligengrabe Uwe Westphal gab ein Zwitscherseminar
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heiligengrabe Uwe Westphal gab ein Zwitscherseminar
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00:22 08.05.2019
Laute von Hühnern und Gänsen kann Uwe Westphal auch imitieren. Quelle: Christian Bark
Jabel

Schon als er noch als Kind auf dem Bauernhof seiner Großeltern lebte, hatte Uwe Westphal schon großes Interesse an den gefiederten Mitbewohnern des Niedersachsenhauses. „Wir lebten mit den Tieren unter einem Dach, auch mit den Vögeln“, sagt er.

Einmal habe er behutsam eine junge Schwalbe aufgelesen, die aus dem Nest gefallen war, und sie mit Schwalbenlauten beruhigt. So war es nicht verwunderlich, dass Uwe Westphal später Tierforscher wurde, zuletzt hauptamtlicher Naturschützer und seit einigen Jahren als freier Umweltpädagoge.

Als solcher kann er wie kaum ein anderer die Stimmen vieler Vögel perfekt imitieren. 130 Arten hat er drauf, wie er erklärte.

Am Samstag ließ er sein Publikum in Jabel an seinem Talent teilhaben. Im Ausflugslokal „Grüne Oase“ gab Uwe Westphal ein Seminar in Vogelkunde.

„Ich habe den Tag zum ,Tag des Gartenvogels’ erklärt“, sagte die Gastwirtin Petra Puls. In Vorbereitung auf die „Stunde der Gartenvögel“, die demnächst starten würde. Zu der Aktion, heimische Vogelarten zu zählen, ruft der Naturschutzbund (Nabu) regelmäßig auf.

In Jabel konnten auch Nistkästen gebaut werden. Quelle: Christian Bark

„Die meisten Vögel sieht man gar nicht, aber man kann sie hören“, erklärt Uwe Westphal. Um die Menschen dafür zu sensibilisieren, dafür sei er nach Jabel gekommen. In Petra Puls’ Garten hat er auch sogleich einige Arten heraushören können: Nachtigallen, Singdrossel und Spatzen.

Zum Seminar war auch Henrik Tesch aus Maulbeerwalde gekommen. „Ich mache schon seit Jahren bei der Stunde der Gartenvögel mit“, sagt er. 30 bis 35 Arten könne er regelmäßig auf seinem Hof zählen. Uwe Westphal kenne er aus Funk und Fernsehen.

Petra Puls stellte Uwe Westphal vor. Quelle: Christian Bark

Im Seminar brachte der Vogelstimmenimitator seinem Publikum unter anderem Merksprüche für die Melodien des Vogelgesangs näher. „Unter Gesang verstehen wir (gegenüber Lauten) eine komplexe Tonfolge“, erklärte Uwe Westphal.

Der Naturpädagoge Uwe Westphal brachte den Gästen in der Grünen Oase die Stimmen der Vögel näher. Quelle: Christian Bark

Dabei müsse man wissen, dass auch Nichtsingvögel singen würden. So sei das Gurren einer Taube oder das Heulen des Waldkauzes ebenfalls Gesang. Viele Vögel müssten ihren Gesang aber erst lernen, während beispielsweise die Laute des Kuckucks angeboren seien. Außerdem habe jeder Laut und jeder Gesang seine Bedeutung.

„Sie können nur anhand der Vögel horchen, was in der Natur los ist“, sagte Uwe Westphal. Das „Tick­sen“ der Amseln werde beispielsweise immer lauter, je näher eine Katze kommt. Auch könne man am Gesang das Geschlecht der Vögel erkennen.

Von Christian Bark

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