Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Heiligengrabe Bisher keine Lösung gegen Niedrigwasser im Teich
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heiligengrabe Bisher keine Lösung gegen Niedrigwasser im Teich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:22 27.07.2018
Blesendorfs Ortsvorsteher Wolfram Hlouschek fragt sich, wie er dem Wasserverlust entgegenwirken kann. Quelle: Christian Bark
Blesendorf

Zunächst hatten sich die Blesendorfer noch optimistisch gezeigt – dann wurde es wieder nichts mit ihrer Schwimmschuhmeisterschaft beim diesjährigen Dorffest vor anderthalb Wochen. Der Dorfteich führte erneut zu wenig Wasser, wie die vergangenen vier Jahre auch. Ein Gutachten, das im Frühjahr der Gemeinde Heiligengrabe sowie dem Blesendorfer Ortsbeirat zugegangen war, gibt zwar Aufschluss über mögliche Ursachen des Wassermangels, liefert jedoch keine endgültige Lösung für das Problem.

„Es steckt ja keiner im Erdboden drin“, sagt Ortsbeirat Georg Beuter. Ein nahe dem Teich verlaufender Graben soll durch sein niedrigeres Bodenniveau dessen Wasser abgezogen haben. „Eine Möglichkeit wäre, das Niveau des Grabens zu erhöhen“, verweist Georg Beuter auf einen Lösungsansatz aus dem Gutachten.

Die Schwimmschuhmeisterschaften mussten dieses Jahr im Bassin stattfinden. Quelle: Christian Bark

Zuletzt hatte Blesendorfs Ortsvorsteher Wolfram Hlouschek im Winter Wasser aus dem Graben in den Teich abgepumpt. „Lange Zeit sah es so aus, als könnten wir den Pegel halten“, sagt er. Das habe dann doch nicht funktioniert. Die Hitze der vergangenen Tage habe den Teich wieder austrocknen lassen.

„Es ist eben ein sogenannter Himmelsteich ohne Zuflüsse“, heißt es von einem Mitarbeiter aus dem Heiligengraber Bauamt. Die vergangenen Sommer seien insgesamt heißer und trockener als Jahrzehnte zuvor gewesen. Das habe ihm ein Ornithologe mit Verweis auf verschwundene Vogelarten bestätigt.

Gesprächsrunde mit Wasserverband geplant

In Blesendorf kommen neben dem fehlenden Zufluss und dem wasserziehenden Graben noch weitere Faktoren hinzu. „Schilf und Kraut im Teich verbrauchen ebenfalls viel Wasser“, erklärt Georg Beuter. Aktionen, diese zu beseitigen, seien in der Vergangenheit immer sehr aufwändig gewesen. „Wir hatten schon zentnerweise Entenflott aus dem Teich geholt“, blickt der Ortsbeirat zurück.

„Und ehrenamtlich will das keiner mehr machen“, berichtet Wolfram Hlouschek. Das Problem könne also nur gemeinsam mit der Gemeinde Heiligengrabe gelöst werden.

Die plant schon länger eine gemeinsame Gesprächsrunde mit dem Wasser- und Bodenverband sowie dem Ortsbeirat. „Da wird es bald einen Termin geben“, kündigt der Bauamtsmitarbeiter an. Inwiefern der aber kurzfristig Hilfe für den niedrigen Pegelstand von nicht mal einem Meter bringen wird, kann Wolfram Hlouschek jetzt aber noch nicht sagen. „Eigentlich müsste es mal wieder so richtig stark regnen“, so der Ortsvorsteher. Dann müsse das Wasser langfristig im Teich gesichert werden.

Von Christian Bark

Die Polizei stoppte auf der Autobahn 24 zwei Teilnehmer einer Rallye, die von ihren schnellen Fahrzeugen die vorderen Kennzeichen abmontiert hatten. Die Fahrer wollten so vermutlich teuren Blitzerfotos entgehen.

24.07.2018

Der Vorgarten von Ina Schwarz entpuppt sich als Blütenmeer. Stauden in vielen Farben und Wuchshöhen gedeihen auf nur 80 Quadratmeter Fläche. Autofahrer legen dort regelmäßig einen Fotostopp ein.

24.07.2018

„Mein ganzes Leben ist weg“, sagt Ursula Preuß. Die Blumenthalerin hat vorigen Donnerstag bei einem Wohnungsbrand ihr gesamtes Hab und Gut verloren und steht nun vor dem Nichts.

26.07.2018