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Heiligengrabe Zaatzker lassen Höhepunkte Revü passieren
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heiligengrabe Zaatzker lassen Höhepunkte Revü passieren
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16:29 11.09.2019
Beim Festumzug wirkten gut 350 Personen mit. Quelle: Privat
Zaatzke

„Es hat sich gelohnt“, ist das Fazit vieler Bewohner und Gäste, die Mitte August die über drei Tage lange 700-Jahr-Feier des Dorfes Zaatzke mitgestaltet und miterlebt haben. „Als wir uns zu einer ersten großen Organisationsrunde im November 2017 getroffen hatten, waren gleich wichtige Weichen gestellt worden“, berichtet Reiner Schiewe vom Organisationsteam.

Die frühe Terminfestlegung und zeitnahe Anfrage bei vielen Akteuren hätten sich im Nachhinein als „taktisch klug“ herausgestellt.

In historischen Gewändern durchstreiften die Zaatzker ihre Geschichte. Quelle: Privat

Gute anderthalb Jahre lang hatten verschiedene Themengruppen Gedanken über die Organisation des Festes gemacht. „Unter anderem wurde die Idee, den ganzen Dorfkern mit einzubeziehen, geboren und es stellte sich als richtige Entscheidung heraus“, blickt Zaatzkes Ortsvorsteherin, Jaqueline Türk, zurück. Um frühzeitig auf ihre Veranstaltung aufmerksam zu machen, hatten die Zaatzker im Vorfeld einige Werbeaktionen gestartet, wie etwa einen Giebelschriftzug an der ehemaligen Schule, ein Tor mit zwei Adlern am Dorfeingang, ein Baugerüst mit Schlossimitation und eine eigene Likörvermarktung.

Bewunderung über Ortsgrenzen hinaus

Die Ortsvorsteherin beschreibt in dem Zusammenhang die Mühen, die viele Zaatzker auf sich genommen hätten. „Das machte allen, trotz der Mühe, richtig Laune“, sagt sie. So sei das Dorf noch enger zusammengewachsen. Das Engagement habe auch außerhalb des Ortes für Lob gesorgt. Eine junge Mutter aus einem Nachbardorf soll zu ihrer Familie gesagt haben: „Ich glaube, wir wohnen im falschen Dorf.“

Auftritt des Zaatzker Chores. Quelle: Privat

Die Feier begann mit einem historischen Vortrag des Wittstocker Heimatforschers Wolfgang Dost. Dieser hatte seinen Vortrag über die Geschichte Zaatzkes eigens in einjähriger Recherche ausgearbeitet. Den Ausklang des Abends hatte der Gemischte Chor Zaatzke gestaltet. Doch lange schlafen konnten die Zaatzker nicht, denn schon am nächsten Morgen wurde auf dem Schlossplatz dem Wildschwein am Spieß eingeheizt.

Lob für die Helfer

Der vorab ausgearbeitete Plan sah bis zu vier große Veranstaltungszentren vor. „Im Nachhinein können wir mit Stolz sagen: der gesamte Ablauf der Veranstaltung war ein organisatorisches Meisterstück“, so Jaqueline Türk. Die detaillierten, lokalen und zeitlichen Abstimmungen plante und organisierte die Infrastrukturgruppe unter der Leitung von Thomas Lipinski, Marcel Münzer und Reiner Schiewe.

Beim Festumzug wirkten gut 350 Personen mit. Quelle: Privat

Zunächst wurde um 10 Uhr die von Siegfried Ramin organisierte Festandacht in der Kirche gehalten. Zeitgleich startete auf der Insel die Gewerbeschau. Löblich war laut Reiner Schiewe auch die gastronomische Betreuung. Die Frauen der Volkssolidarität organisierten einen Kuchenbasar, bei dem 57 Kuchen und Torten angeboten wurden.

Ein Höhepunkt war, wie Reiner Schiewe berichtet, der große historische Umzug. „Dieses emotionale und nachhaltige Ereignis haben wir in erster Linie Detlef Lewandowski und Manfred Schiewe zu verdanken“, lobt er. Sie hätten es geschafft, rund 350 Personen, 45 Kraftfahrzeugen sowie vier Gespanne, vier Reiter und grandiose Requisiten, passend auf das Dorf zugeschnitten, zu organisieren.

Auch Reiter waren dabei. Quelle: Privat

Lob gibt es auch für Die Deko-Gruppe unter der Leitung von Katrin Podehl und Christin Drobniecki. Die Gruppe habe das Dorfeingangstor und die Nachbildung der „Frau von Randow“ auf dem Dorfteich gestaltet. Unerwähnt will Thomas Lipinski vom Verein „Landleben Zaatzke“ auch die unter der Leitung von Ronald Quindt organisierte Oldtimerausstellung an der Werkstatt nicht lassen. Gute Aussicht auf das Treiben hatten Gäste übrigens aus der Aussichtsgondel in 40 Metern Höhe.

Zeitreise, als es noch die Schule in Zaatzke gab. Quelle: Privat

„Der Schlossplatz war unser historischer Veranstaltungsort“, so Thomas Lipinski. Eine historische Modenschau und eine bildhaften Dorfchronik hätten vor allem einige ältere Zaatzker zu Tränen gerührt. Die Chronik war unter Leitung von Marco Lewandowski, Holger Grebin und deren Unterstützer entstanden. Ein weiterer Höhepunkt und eine Premiere in Zaatzke war laut Reiner Schiewe das Seifenkistenrennen auf der Hauptstraße gewesen. „Fred Wehland und seine Crew aus Jabel stemmten mit und für uns ein spannendes Rennen“, berichtet Reiner Schiewe. Zwölf Starter seien über die Piste geflitzt. „Im Rahmen unseres Inselfestes könnte nächstes Jahr wieder ein Seifenkistenrennen stattfinden“, blickt Reiner Schiewe voraus.

Aus Sicht er Organisatoren war die Abendveranstaltung mit der Gruppe „Test“ einer der größten Erfolge des gesamten Wochenendes. „Wir hatten eine vierstellige Besucherzahl“, so Reiner Schiewe. Ein Feuerwerk habe das Konzert noch farblich abgerundet. Auch der Frühschoppen am Sonntag habe rund 200 Zaatzker und Gäste angelockt.

Das Seifenkistenrennen soll in Zaatzke wiederholt werden. Quelle: Privat

Reiner Schiewe hebt rückblickend die Arbeit der Finanzgruppe unter der Leitung von Jaqueline Türk und Marvin Klemm hervor. René Münzer gebühre Dank für die Stromversorgung. „Im Namen aller Dorfbewohner gilt unser großer Dank allen Organisatoren, Mitwirkenden und Spendern“, betont Jaqueline Türk.

Und weil alles so schön gewesen ist, wollen die Zaatzker das Dorffest am kommenden Samstag noch einmal Revü passieren lassen. Ab 19.30 Uhr soll ein speziell vom Fest gedrehter Film im Zelt auf der Insel gezeigt werden.

Von Christian Bark

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