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Heiligengrabe Altes Schloss steht wieder
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15:33 23.05.2019
Die Zaatzker bereiten sich auf ihre 700-Jahr-Feier vom 16. bis 18. August vor. Dafür wurde sogar das alte Gutshaus auf einem Transparent wieder errichtet. Quelle: Christian Bark
Zaatzke

Wer in diesen Tagen durch Zaatzke fährt, erkennt, dass dort fleißig etwas vorbereitet wird. Es handelt sich um nichts Geringeres, als die 700-Jahr-Feier des Ortes, der 1319 erstmals als „Sazig“ erwähnt sein worden soll. Der slawische Name bedeutet in etwa „Gehege“ oder „Verhau“. Bis Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Dorf als Rittergut geführt, das Gutshaus oder sogenannte „Schloss“ stand noch bis Ende der 1980er Jahre.

1319 erstmals erwähnt

Im Jahre 1319 wurde Zaatzke erstmalig erwähnt als „Sazig“. Diesen 700. Geburtstag feiern die Dorfbewohner ganz groß vom 16. bis 18. August.

Seit November planen die Zaatzker ihr Fest schon.

Mittlerweile gibt es mehrere Gruppen, die beim Organisieren helfen, darunter eine Dekogruppe, eine für den Flohmarkt, die Chronik und das Seifenkistenrennen.

Am Freitagabend, 16. August, soll es ab 18 Uhr am Schlossplatz einen Vortrag über Zaatzkes Geschichte durch Historiker Wolfgang Dost geben.

Dann singt auch noch der Zaatzker Chor und es soll gemütlich in den Abend hinein gefeiertwerden.

Am Samstag, 17. August, findet das Hauptprogramm am Schlossplatz und der Insel statt. Es gibt Kinderbelustigung, ein Seifenkistenrennen, einen Flohmarkt, eine Modenschau, ein Oldtimertreffen und abends Livemusik auf der Insel.

Am Sonntag, 18. August, klingt das Fest mit einem Frühschoppen und Mittagessen aus der Gulaschkanone aus.

„Zu DDR-Zeiten war im Schloss auch mal die Schule untergebracht“, blickt Zaatzkes Ortsvorsteherin, Jaqueline Türk, zurück. Nach dem Abriss des Gebäudes blieb unter anderem noch die Gutsmauer übrig, die einen Teil des heutigen Schlossplatzes umfasst. Dort ist nun wie durch Zauberhand das alte Schloss wieder auferstanden – zumindest auf einem Transparent, das um ein Gerüst gespannt ist.

Die Zaatzker bereiten sich auf ihre 700-Jahr-Feier vom 16. bis 18. August vor. Dafür wurde sogar das alte Gutshaus auf einem Transparent wieder errichtet. Quelle: Christian Bark

„Die Idee dazu hatte Reiner Schiewe, der die Aktion auch mit finanziert hat“, sagt Jaqueline Türk. Die Schloss-Attrappe werde nachts sogar angeleuchtet. Am Ortseingang aus Richtung Glienicke ist eine Nachbildung des Gutstores mit Zieradlern zu sehen, inmitten dessen eine 700 steht. Wer aus Richtung Wernikow nach Zaatzke fährt, erblickt auf Giebelseite der ehemaligen Zaatzker Schule und Gaststätte die Silhouette der Zaatzker Kirche in Himmelblau. Auch dieses Kunstwerk von Sebastian Stötzer verweist auf die 700-Jahr-Feier.

Ein zweiter Adler ist noch in Arbeit. Quelle: Christian Bark

Im Voraus ist der „Zaatzker Michel“ in flüssiger Form wieder zum Leben erweckt worden. Der Zaatzker, der im 19. Jahrhundert im Dorf lebte, trug ironischerweise wegen seiner riesigen Körpergröße von 2,37 Metern den Namen „Kleiner Michel“. Der Alkoholgehalt des gleichnamigen Pfefferminzlikörs, den die Wittstocker Likörmanufaktur abgefüllt hat, wird der angeblichen Körpergröße mit 23,7 Prozent gerecht. Der Likör kursiert bereits im Dorf und der Region und macht so besonders originell Werbung für die Feier, wie Thomas Winter vom Dorfverein „Landleben Zaatzke“ berichtete.

Der Verein Landleben Zaatzke hatte zum 700-Geburtstag des Dorfes einen Likör herstellen lassen, der dem angeblich größten Mann Preußens gewidmet ist. Quelle: Christian Bark

„Die Vorbereitungen zum Fest laufen bestens“, sagt Jaqueline Türk. Durch Aufgabenteilung in verschiedenen Gruppen und monatlichen Treffen der Gruppenchefs gehe alles seinen Gang. Doch bis August sei noch einiges zu tun, so die Ortsvorsteherin.

Von Christian Bark

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