Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Hospizdienst bietet Sterbebegleitungskurs an
Lokales Ostprignitz-Ruppin Hospizdienst bietet Sterbebegleitungskurs an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:48 12.01.2018
Margarete Günther hatte 2017 die Koordination der Hospizarbeit an Thekla Köppen (r,) abgegeben.
Margarete Günther hatte 2017 die Koordination der Hospizarbeit an Thekla Köppen (r,) abgegeben. Quelle: Sandra Bels
Anzeige
Kyritz

Der Ambulante Hospizdienst Kyritz unterstützt und begleitet seit fast acht Jahren schwerkranke und sterbende Menschen auf ihrem letzten Lebensweg. Die Mitglieder sind dabei auch für die Angehörigen da. „In dieser Zeit der Zweifel, Ängste und Unsicherheiten stehen unsere ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter und Hospizmitarbeiterinnen den Familien, Freunden und den zu Begleitenden zur Seite“, sagt Vereinskoordinatorin Thekla Köppen. „Es geht darum, dass Menschen ihr Sterben zu Ende leben dürfen, um somit ihre Persönlichkeit und ihr individuelles Leben vollenden können.“

Diese Begleitung übernehmen Ehrenamtler, die extra dafür ausgebildet sind. In diesem Jahr bietet der Verein wieder einen Vorbereitungskurs für die Ausführung der ehrenamtlichen Begleitung durch. Er findet unter dem Motto statt: „Machst Du das Licht an, wenn es dunkel wird?“

Ein Besuchspraktikum gehört zum Kurs

Thekla Köppen erklärt, dass der Kurs Mitte Februar mit einem „Kennenlernabend“ beginnt. Vorgesehen für die Ausbildung sind sechs Sonntage, zwei Samstage, sowie sechs Weiterbildungen am Abend und ein Besuchspraktikum. „Ende September soll der Kurs mit dem Überreichen der Zertifikate an die Teilnehmer abgeschlossen werden“, so die Koordinatorin.

Für die Teilnehmer gehört die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit des Lebens ebenso dazu wie das Lernen zuzuhören, zu verstehen, loszulassen, sich abzugrenzen und Kraft für diese Arbeit zu gewinnen. Sie werden geschult, einfühlsam mit unheilbar kranken und sterbenden Menschen und deren Angehörigen umzugehen. ­Begleiter können Personen ab 18 Jahren werden. Sie sollten eine hohe soziale Kompetenz haben. Ob man für die Aufgabe geeignet ist, merke man innerhalb der konfessionsfreien Ausbildung, so Thekla Köppen.

Das Ehrenamt ist die tragende Säule der Hospizarbeit

Sie sagt, dass das Ehrenamt die tragende Säule der Hospizarbeit ist. Die künftigen Ehrenamtler würden durch spezielle Befähigungen und entsprechende Ausbildungen auf die oftmals nicht einfache Arbeit vorbereitet werden. „Die besondere Kompetenz dieser Menschen besteht in der verfügbaren individuellen Zeit, in den psychosoziale Kompetenzen und in der Fähigkeit Menschlichkeit zu fühlen, zu bewahren und diese weiter zu geben“, sagt die Koordinatorin. „Jeder Mensch ist einzigartig und somit auch seine Begleitung“, fügt sie an. Deshalb sei es auch enorm wichtig, einen breiten Fächer an Ehrenamtlichen zu haben. „Nur so gelingt es uns Vertrauen, Nähe, Wärme, Mut und Offenheit für einen gemeinsamen Weg aufzubauen“, sagt Thekla Köppen.

Sterbende in Kyritz und Wittstock werden betreut

Die Mitglieder des Ambulanten Hospizdienstes Kyritz betreuen Sterbende in der Kleeblattregion und in Wittstock. Wer sich angesprochen fühlt und mehr darüber erfahren oder sogar das Team verstärken möchte, kann sich beim Ambulanten Hospizdienst melden.

Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes Kyritz in der Perleberger Straße 33 ist Thekla Köppen. Man erreicht sie für Nachfragen oder eine Anmeldung telefonisch unter 033971/86 99 74, per Handy unter der 0152/28 19 71 17 oder über die E-Mail-Adresse hospizdienst-kyritz@arcor.de. Für den Kurs wird eine Gebühr von 50 Euro erhoben.

Von Sandra Bels