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Ostprignitz-Ruppin Ian Paice spielte mit Purpendicular
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ian Paice spielte mit Purpendicular
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19:21 03.02.2018
Der Gründer von Purpendicular, Robby Walsh, beim Screamen. Quelle: Regine Buddeke
Neuruppin

Was treibt den Drummer einer Kultband wie Deep Purple dazu, mit einer Tribute-Band des Originals herum zu touren, obwohl die „echten“ noch am Start sind und das seit nunmehr 50 Jahren? Da fallen genau zwei Antworten ein: Er bekommt von der Musik – speziell den alten Songs der Rocklegende – einfach nicht genug. Und zweitens: Die Tribute-Band muss ihre Sache verdammt gut machen. Am Freitagabend konnten sich gut 500 Fans im Neuruppiner Kulturhaus Stadtgarten von beidem überzeugen. Drummer-Urgestein Ian Paice war ein weiteres Mal in der Fontanestadt zu Gast – der letzte Besuch liegt gerade mal zwei Jahre zurück. Aber weder bei Purpendicular – 2007 gegründet vom charismatischen Iren Robby Walsh – noch bei den Fans war Ermüdung spürbar. Die Songs sind einfach zeitlos gut und Purpendicular wurde auch von etlichen Deep-Purple-Bandmitgliedern bescheinigt, die besten zu sein, die sich auf die Spuren der Legenden wagen.

Sie waren bereits 2016 da, auch in diesem Jahr zogen Purpendicular und Deep-Purple-Drummer Ian Paice mehr als 500 Fans in den Neuruppiner Stadtgarten. Ein Abend, der in Erinnerungen schwelgen ließ.

Die Vorband Mezz macht die Bühne warm – die Jungs aus Toronto machen einen feinen Sound und haben Spaß, die Gäste auch. Nicht selten geht der Frontmann mit seiner Gitarre vor dem Saal in die Knie – höchste Hingabe an die Musik.

Dann der Einzug der Gladiatoren: Ian Paice, der fabulöse Schlagzeuger und Gründungsmitglied der Originale wird umjubelt. Bassist und Gitarrist sind nicht die von vor zwei Jahren – geschenkt. Auch Deep Purple hatte immer mal einen Wechsel in ihren Reihen. Primär ist der Sound – und da kommt Purpendicular auch gleich hart zur Sache. Die Bässe dröhnen auf – nicht umsonst gilt Deep Purple als „lauteste Popgruppe der Welt“ – so steht es jedenfalls im Guinessbuch der Rekorde von 1975. Mit „Highway Star“ wird gleich vorgezeigt, wos langgeht. Dann knallt und knistert – Hit an Hit – ein Feuerwerk der Deep-Purple-Songs auf die Zuhörer herab. Die Band versteht ihr Handwerk und liefert den typischen Mix aus harten Gitarrenriffs, psychedelischer Hammond-Orgel, Gesang bis ins Metal-Screamen und Rhythmen, die wie Dynamit in die Magengrube wummern. Der Gitarrist hat seine Bravour-Soli nicht nur in „Cascades“ – wo er sich wie ein Derwisch schier um seine Gitarre knotet. Ian Paice bearbeitet unerbittlich sein Instrument und trommelt sich in einen Zustand, der nach Raserei aussieht. „Black night“, „Speed King“ – der Saal tobt. Das Keyboard macht den Klang zum Raum und Robby Welsh steigert sich in Ekstase. Der Saal sing lautstark mit – nicht erst bei den Superhits „Smoke on the Water“ und „Child in time“.

Von Regine Buddeke

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