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Ostprignitz-Ruppin Tierische Schauspielschule
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00:42 18.07.2014
Vögel sind bei vielen Filmdrehs als Darsteller gefragt. So fand auch der junge Uhu Aufnahme in Sieversdorf. Quelle: Alexander Beckmann
Sieversdorf

Die ZDF-Kindersendung "Löwenzahn" hat seit Jahrzehnten ihre Fans - nicht nur unter Kindern. Demnächst wird Fritz Fuchs seinen Nachbarn Paschulke vor einer Waschbärenbande retten. Das sollte sich der passionierte Löwenzahn-Zuschauer nicht entgehen lassen. Allerdings muss er dazu bis zur Ausstrahlung im Oktober warten.

Abkürzen ließe sich die Wartezeit höchstens mit einem Besuch der Sieversdorfer Filmtierschule. Dort haben Paschulkes Waschbären nämlich die Schauspielerei gelernt und dort leben sie auch. Seit 2001 trainieren Astrid und Gerhard Harsch sowie Sohn René in der ehemaligen Sieversdorfer Kita Tiere aller Art für Film, Fernsehen, Show und Werbung. Zum Beispiel die Waschbärenfamilie aus der Kindersendung. Harschs haben nicht nur dafür gesorgt, dass die knuffigen Quälgeister beim Filmdreh zur rechten Zeit am rechten Platz waren, sondern auch dafür, dass es ihnen in all dem Fernsehtrubel gut erging.

Bekannt aus Film und Fernsehen

Die Waschbärjungen aus der Sendung sind inzwischen schon ein bisschen gewachsen. Davon kann sich jeder Besucher der Filmtierschule mit eigenen Augen überzeugen - und nicht nur das: "Die Kinder dürfen die Tiere auch mal anfassen. Die sind ganz lieb", verspricht Astrid Harsch. "So lange die klein sind, geht das noch." Später würden Waschbären gern mal etwas biestig. Trotzdem: Während zwei der vier wilden Gesellen demnächst in eine Wildauffangstation umziehen, sollen die beiden anderen in Sieversdorf bleiben. "Mit Waschbären haben wir schon viel gedreht und die nächsten Filmanfragen sind schon da", sagt Astrid Harsch.

Löwe Zulu gibt sich gefährlich. Vielleicht ist er's ja auch. Quelle: A. Beckmann

Es gibt noch viel mehr aus der Welt der tierischen Filmstars zu erzählen. Das übernehmen Harschs bei den regelmäßigen Führungen durch ihre Filmtierschule für ihre Stars. Die "Schauspieler" selbst beschränken sich - nun, ja - aufs Schauspielern. Paviandame Jeannie zeigt, wie sie Brieftaschen klaut, die jungen Fischotter machen vor, wie man Unmengen an Fischhäppchen vertilgt, Löwe Zulu gibt sich majestätisch, Tiger Amba besticht durch schiere Masse, Wuschelhund Heather stellt sich tot, guckt traurig oder bellt ungemein ausdrucksstark - alles auf Handzeichen.

Keine Starallüren

Die vielen anderen Bewohner der Filmtierschule tun es ihr nach Kräften gleich: ein ganzes Rudel Hunde, Katzen aller Größen, Vögel von Papageien über Raben bis zum Storch, Affen, Reptilien, Nager und, und, und. Viele von ihnen sind sozusagen hautnah zu erleben - natürlich nur für denjenigen, der sich traut. Und wer ganz genau hinschaut, erkennt vielleicht den einen oder anderen Hauptdarsteller aus dem Fernsehen oder dem Kino wieder. Beispielsweise könnte man sich vorm Besuch in Sieversdorf derzeit täglich ab 16.10Uhr "Spürnase, Fährtensau & Co." im Ersten ansehen. "Da sind auch wir regelmäßig dabei", verrät Astrid Harsch.

All das live zu erleben, ist natürlich noch besser. Jetzt in den Ferien gibt es zweimal pro Woche Führungen in Sieversdorf. Und im Filmpark Babelsberg haben die Filmtiere sogar täglich ihre eigene Show.

Die Sieversdorfer Filmtierschule

  • Führungen mit vielen Tieren hautnah gibt es regelmäßig sonntags um 13.30 Uhr sowie in den Ferien auch donnerstags um 14 Uhr. Dauer: etwa 90 Minuten.
  • Der Eintritt kostet 6 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder. Die Räume und Außenanlagen sind für Gehbehinderte geeignet. Auch Rollstuhlfahrer kommen zurecht.
  • Gruppen ab zwölf Personen sollten sich vorher anmelden. Dann sind auch gesonderte Termin- und Preisabsprachen möglich (Tel. 033970/5 08 28 oder Tel. 0171/7 14 99 71). Für eine Erfrischung mit Getränken oder Eis sorgt ein kleiner Kiosk. Dort gibt es zudem Souvenirs und Literatur zum Thema Tier und Natur.
  • Die Filmtierschule ist über Neustadt (Dosse) und die B 102 in Richtung Rathenow zu erreichen. Etwa 650 Meter hinter dem Ortsausgang Hohenofen geht es direkt nach rechts in den Wald.
  • Mehr Informationen finden sich im Internet unter www.filmtierschule-harsch.de

Von Alexander Beckmann

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