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Ostprignitz-Ruppin Kleine Retter mit großen Zielen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kleine Retter mit großen Zielen
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00:28 28.02.2018
Johannes und Amelie wissen genau, wie ein Kopfverband anzulegen ist. Quelle: Sandra Bels
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Kyritz

„Ich würde mich jederzeit von den Kindern retten lassen.“ Ein schöneres Lob und einen größeren Vertrauensbeweis kann Matthias Hegert seinen Schützlingen wohl nicht entgegen bringen. Der Physiotherapeut ist nach einer Pause nun seit anderthalb Jahren wieder Trainer der Wasserwacht Kyritz vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Ostprignitz-Ruppin.

Er kehrte zurück mit einem neuen Konzept in der Tasche. Hegert will die Kinder so früh wie möglich für die Arbeit in der Wasserwacht begeistern, dann bleiben sie auch lange dabei. Das war seine Idee. Mit Drittklässlern fing er an. Der Plan ging auf. „Sechs Leute waren es damals“, erzählt er. Heute kommen 22 regelmäßig zum Training am Montag und am Freitag. Dabei sein kann jeder. „Wir sind ein öffentlicher Verein“, so Hegert.

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Training ist montags und freitags

Trainiert wird montags in der Wittstocker Schwimmhalle und freitags in der Turnhalle der Goetheschule in Kyritz. Am Freitag stand dort Stationsbetrieb auf der Programm. Krafttraining, Körperspannung bei Trockenschwimmübungen, stabile Seitenlage und erste Hilfe waren gefragt. Nils, der Kleinste in der Gruppe, war das „Versuchskaninchen“. Erst bekam er ein Fingerkuppenpflaster und dann einen Kopfverband. Johannes und Amelie legten ihn an. Krankenschwester Martina Nachtigall leitet die Kinder bei der ersten Hilfe an. Ihre Tochter trainiert auch in der Gruppe, die weitere ehrenamtliche Helfer hat, aber auch Sponsoren.

So fördert die Sparkasse die Arbeit der Wasserwacht. Die Gruppe bekommt die Vereinsförderung von der Stadt Kyritz. Außerdem ist ihr die AOK wohl gesonnen. Gerade erst schenkte sie den Kindern T-Shirts und Sweatjacken. „Die kommen unter anderem bei Wettkämpfen zum Einsatz“, sagt Matthias Hegert. Er bemüht sich, den Kindern immer wieder ein Ziel zu bieten. Das nächste ist der Wettbewerb der DRK-Jugend vom 25. bis zum 27. Mai in Brandenburg an der Havel. „Da können sich unsere Kinder mit 500 anderen Teilnehmern messen“, so der Trainer. Dafür wird schon jetzt eifrig geübt.

Vor Kurzem haben die kleinen Wasserwächter einen internen Wettbewerb absolviert: das Stundenschwimmen, bei dem sie 60 Minuten lang Bahnen ziehen mussten. Wer das schaffte, bekam das Totenkopfabzeichen in Bronze. Je nach Kondition schwammen die Kinder zwischen 700 und 1600 Meter. Matthias Hegert macht das stolz. Er sieht daran, dass sich das Training auszahlt. Und den Kindern merkt man an, wie viel Spaß es ihnen macht.

Von Sandra Bels

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