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Ostprignitz-Ruppin Knatterstädter werden Teil des Gefahrgutzugs
Lokales Ostprignitz-Ruppin Knatterstädter werden Teil des Gefahrgutzugs
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14:24 10.02.2018
Nach dem Großeinsatz wegen des Säureunfalls auf der A 24 bei Walsleben kommt es zu einer Neugliederung unter den Feuerwehren im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Quelle: Peter Geisler
Kyritz

Der Säureunfall auf der A 24 bei Walsleben im Spätsommer vorigen Jahres schob eine Diskussion um die Neugliederung der Technische-Hilfe-Gefahrgutzüge im Landkreis an. Nun folgen die Veränderungen. „Ab dem 1. April werden auch wir Teil des Gefahrgutzuges sein“, kündigte am Freitagabend Vize-Kreisbrandmeister Olaf Lehmann vor den Kameraden seiner eigenen Wehr an. Es ist die Kyritzer Stadtwehr. Auch Frank Brüggemann, der stellvertretende Wehrleiter, ging in seinem Jahresbericht anlässlich dieser Jahresdienstversammlung darauf ein: „Wir werden zeitnah mit der theoretischen Ausbildung der Feuerwehrdienstvorschrift 500, mit dem intensiven Kennenlernen des Gefahrgutgerätewagens 2 aus Wittstock und der Handhabung der Geräte beginnen.“

Unterdessen begleitete Stadtbrandmeister Meinhard Giese die Jahresversammlung der sogenannten ersten Löschgruppe, bestehend aus Rehfeld, Berlitt und Kötzlin. Am folgenden Sonnabend tagten die Wehrmitglieder der zweiten Gruppe, und zwar aus Drewen, Bork, Lellichow und Teetz. Anders als in manchem Vorjahr, als es jeweils eine große Versammlung für alle gab, bewähre sich nun diese Dreiteilung der Wehren des Stadtgebietes. Laut Frank Brüggemann ermögliche dies eine bessere Würdigung der einzelnen Feuerwehrleute und eine „konkretere Besprechung individueller Sachverhalte“.

Standort Gantikow wird jetzt komplett geschlossen

Im Bereich des Zuges der Stadtwehr Kyritz, dem längst auch Holzhausen und Mechow zugeordnet sind, gibt es nun eine weitere Angliederung: Gantikow. Dort wird der Standort komplett geschlossen. Zwei der verbliebenen Feuerwehrmitglieder wollen ihren Dienst in Drewen verrichten. Acht aktive Feuerwehrleute hatte der Standort Ende 2017.

In der Kyritzer Stadtwehr gibt es aktuell 42 aktive Feuerwehrleute. Hinzu kommen 14 Mitglieder der Jugendwehr und 33 in der Ehrenabteilung – macht unterm Strich 89 Mitglieder. Im vergangenen Jahr fuhren sie zu 109 Einsätzen, wovon ganze 19 wegen der Fehlauslösung von Brandmeldeanlagen erfolgten.

Neue Grundschul-AG soll Nachwuchs motivieren

Aus dem Stadthaushalt flossen 2017 insgesamt etwa 45 000 Euro in den Feuerwehrbereich Kyritz, Mechow, Holzhausen und Gantikow, wie Bürgermeisterin Nora Görke berichtete. Und es geht weiter, denn ein neuer sogenannter Vorausrüstwagen soll angeschafft werden. Zudem brachte die Bürgermeisterin einen Umschlag mit fast 2300 Euro mit – und dankte im Namen aller Kyritzer den Brandschützern für deren Einsatzbereitschaft.

Bürgermeisterin Nora Görke bedankte sich im Namen aller Kyritzer bei den Feuerwehrleuten. Quelle: Matthias Anke

Damit diese künftig gewährleistet bleibt, sei laut Frank Brüggemann auch weiterhin die Nachwuchsarbeit überaus wichtig. „Eine Brandschutz-AG ist ins Leben gerufen worden. Vierzehntägig findet dazu an der Goethe-Grundschule und in der Kita Holzhausen Feuerwehrarbeit statt“, informierte er.

Bei der Jahresdienstversammlung der Feuerwehr in Kyritz standen auch dieses Mal wieder Beförderungen und Ehrungen auf dem Programm. Quelle: Matthias Anke

Die Öffentlichkeitsarbeit solle intensiviert werden. In dem Zusammenhang wurde besonders Björn Trilck gewürdigt. Er gestaltete in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung den Internetauftritt www.ffw-kyritz.de neu.

Kritik indes wurde laut mit Blick auf die größeren Unternehmen in der Stadt. „Wir schützen die Werte unserer Bürger und der Gewerbetreibenden. Gerade von den größeren ansässigen Firmen aber haben wir keine Mitglieder“, sagte Frank Brüggemann: „Die Ortskenntnis und der Eigenschutz der dort Beschäftigten müsste jedoch allein schon ausschlaggebend zum Handeln sein.“ Zudem wurde auf das eigens von den Stadtvorordneten im Jahr 2016 beschlossene Förderprogramm für Unternehmer zur Nachwuchsgewinnung in der Feuerwehr aufmerksam gemacht. Bisher habe es aber trotz des beachtlichen finanziellen Anreizes „keinen Zuspruch“ gefunden.

Von Matthias Anke

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