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Ostprignitz-Ruppin Kontrollen nicht ausgeschlossen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kontrollen nicht ausgeschlossen
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18:16 21.11.2017
Tempo-30-Schilder vor der Kita Regenbogen, Berlinchen.
Tempo-30-Schilder vor der Kita Regenbogen, Berlinchen. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

In den neu eingerichteten Tempo-30-Streckenabschnitten in Wittstock könnten künftig auch Geschwindigkeits- oder allgemeine Verkehrskontrollen der Polizei stattfinden. Das hat Polizei-Sprecher Toralf Reinhardt in Aussicht gestellt. Grundsätzlich böten sich aber nicht alle diese Streckenabschnitte dafür an. Wo genau die Polizei genauer hinschaut, liege auch im Ermessen des zuständigen Polizeireviers. „Auf jeden Fall wird in diesen Bereichen aber zu bestimmten Anlässen kontrolliert, zum Beispiel zu Beginn des neuen Schuljahres“, kündigt Reinhardt an. Ziel dieser Tempo-30-Abschnitte sei es schließlich, die schwächsten Verkehrsteilnehmer – Kinder und Senioren – zu schützen. Toralf Reinhardt weist aber auch darauf hin, dass es nicht nur der Polizei, sondern auch dem Landkreis obliege, Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen.

Viele neue Tempobegrenzungen

In Wittstock sind kürzlich im Straßenbereich an der Kita Dossespatzen, nahe dem Amt für Arbeitsmarkt, und vor der KMG-Klinik, einschließlich der Seniorenwohnanlage „Haus Fontane“ in der Meyenburger Chaussee, Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Tempo 30 eingerichtet worden. Vor dem Gymnasium in der Meyenburger Chaussee sollen die Beschilderungen voraussichtlich noch in dieser Woche installiert werden. Das teilt Stadt-Sprecher Jean Dibbert mit. Weitere Bereiche, an denen der Verkehr demnächst gedrosselt wird, befänden sich vor der Förderschule mit sonderpädagogischem Schwerpunkt Lernen und am Parkplatz an der Stadthalle in der Ringstraße

Möglich wird das durch eine bundesweit geltende Änderung der Straßenverkehrsordnung. Sie sieht ein Tempo-30-Gebot vor Einrichtungen wie Kitas, Schulen und Altenheimen vor.

Auch vor der Kindertagesstätte Regenbogen in Berlinchen stehen inzwischen zwei Tempo-30-Schilder. Eltern hatten lange darum gekämpft, zunächst aber lediglich erreicht, dass die Stadt rund 650 Euro investierte und zumindest Freiwillig-30-Schilder aufstellte. Denn die Verkehrsbehörde des Landkreises sah keine Notwendigkeit für eine reguläre Tempo-30-Beschilderung an dieser Stelle.

Seit eine solche dort nun aber doch umgesetzt wurde, sind die Freiwillig-30-Schilder abmontiert worden. Ob sie an anderer Stelle wiederverwendet werden können, sei bislang noch nicht geklärt, so Jean Dibbert. Denn die Aufschrift weist speziell auf die Kita Regenbogen hin.

Von Björn Wagener