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Ostprignitz-Ruppin Kreisstadtfrage: Neuruppin darf weiter hoffen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kreisstadtfrage: Neuruppin darf weiter hoffen
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13:39 02.07.2017
Für Holger Rupprecht (2.v.r., SPD) muss Perleberg Kreisstadt bleiben. Landrat Ralf Reinhard (r.), Bürgermeister Jens-Peter Golde und Stadtwerkchef Joachim Zindler (l.) konnten ihn nicht von Neuruppin überzeugen. Quelle: Michaela Ott
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Potsdam/Neuruppin

Wenn etwas seit Sonnabend klar ist, dann das: Es ist nicht sicher, welche Stadt nach einer Gebietsreform 2019 Kreisstadt eines neuen Großkreises Prignitz-Ruppin sein wird. Eine Delegation aus Politikern und Unternehmer hatte sich am Sonnabend auf den Weg in den Landtag gemacht, um für die Fontanestadt zu werben. Mit dabei waren Landrat Ralf Reinhardt (SPD), Bürgermeister Jens-Peter Golde (Linke), Firmenchefs aus Orten rund um Neuruppin und Vertreter des Wachstumskern Autobahndreieck Wittstock. Sie wollten den Tag der offenen Tür im Landtag nutzen, um den Abgeordneten klar zu machen, wie wichtig der Kreisstadtstatus für Neuruppin ist.

Im November oder Dezember soll der Landtag über die Kreissitze entscheiden, so Matthias Loehr (Die Linke) und hofft bis dahin auf „mehr Sachlichkeit“ in der Debatte. Welche Kriterien berücksichtig werden, stehe noch nicht endgültig fest, sagte Fraktionschef Ralf Christoffers: „Eine Entscheidung – egal wie sie ausgeht – wird nicht überall auf Begeisterung treffen.“

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Für den SPD-Abgeordneten Holger Rupprecht muss Perleberg Kreisstadt werden. Neuruppin sei stark genug, um auch ohne diesen Status zu überleben: „Perleberg hingegen würde zugrunde gehen, denn diese Stadt hat nicht viel mehr als den Kreissitz.“ Perleberg gehört zu Rupprechts Wahlkreis. Armin Henning, Elisabeth Alter und Helmut Barthel von der SPD wollten sich noch nicht festlegen.

Ursula Nonnemacher und Axel Vogel von den Bündnisgrünen halten die Entscheidung für schwierig. Die Kreisstadt sei wichtig für die gesamte Region. Auch die wollten sich „heute noch nicht positionieren“.

Von Reyk Grunow