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Kyritz Erste Ausfahrt der Arbeitsgemeinschaft Wassersport
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Erste Ausfahrt der Arbeitsgemeinschaft Wassersport
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15:52 21.09.2018
Sitzen zusammen für die Jugend im Boot: Nora Görke, Tobias Mahnken (2.v.l.), SG-Chef Stefan Kieper und Mitglied Jörg Moritz (r.). Quelle: Sandra Bels
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Kyritz

Was im Juni noch ein Wunsch war, ist nun Wirklichkeit. Nach einer Projektwoche bei der SG Elektronik hat sich die AG Wassersport an der Carl-Diercke-Schule Kyritz formiert. Sie kann bis zu 15 Schüler aufnehmen. Einige von ihnen hatten am Donnerstagnachmittag ihr erstes Training in den neuen Kanadiern, die der Sportverein gekauft hat. Es ist eine offene Form des Kanus, das sitzend oder kniend gefahren und mit Stechpaddeln fortbewegt wird.

Sportlehrer Tobias Mahnken leitet die AG. Er ist Mitglied bei der SG Elektronik. Am Freitagnachmittag traf er sich mit dem Vereinsvorsitzeden Stefan Kieper, um Details der Kooperation in einem Vertrag festzuschreiben.

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Training immer donnerstags

Mahnken will mit den Schülern der 7. und 8. Klassen, wenn es das Wetter ermöglicht, donnerstags zum See fahren. Zweimal wurde schon dort trainiert. Am Donnerstag ging es mit den Booten nach Bantikow. Der Sportlehrer plant für das Frühjahr eine Tour eventuell auf dem Rhin. Er könnte sich aber auch vorstellen nach Wusterhausen zu fahren und dann in die Dosse umzusetzen. Ob das funktioniert, will er noch in Erfahrung bringen.

Mahnken sagt: „Wir wollen den Wassersport bekannter und attraktiver machen.“ Außerdem sollen die Jugendlichen der AG lernen, für sich selbst so viel Verantwortung wie möglich zu übernehmen. Das sei das Grundprinzip der Erlebnispädagogik, die Mahnken den Paddlern vermitteln will.

Heimatverbundenheit wird gezeigt

Bürgermeisterin Nora Görke schaute sich am Freitagnachmittag bei den Wassersportlern um. „Es ist schön, dass es Leute gibt, die bereit sind, sich zu engagieren“, sagte sie. Sie würden den Kindern die Möglichkeiten vor der Haustür aufzeigen, aber auch Heimatverbundenheit transportieren.

Die AG findet immer donnerstags zwischen 13.30 und 15 Uhr am See statt. Die Teilnehmer fahren mit dem Fahrrad dorthin. Acht Fahrräder, spendiert von der Sparkasse an die Schule, können dafür genutzt werden. Es gibt aber auch Schüler, die mit dem eigenen Rad fahren.

Fahrgelegenheit für die Wassersporler

Die Bürgermeisterin unterbreitete dem Sportlehrer gleich noch ein weiterres Fahrangebot. Die Stadt hat für das Mehrgenerationenhaus Fördermittel für einen Kleinbus beantragt und bewilligt gekommen. Der Neunsitzer wird über Lottomittel finanziert. Er könne künftig auch für Fahrten zum See genutzt werden, bot sie an.

Sie versprach Tobias Mahnken darüber hinaus, eine Crossfit-Anlage für das Mehrgenerationenhaus auf den Weg zu bringen. Das ist eine Art Fitnessanlage, die wie ein Spielplatz aussieht. Mahnken trainiert selbst auf solchen Anlagen. Auch im Sportunterricht wendet er Übungen dieser Art auf den Spielplätzen der Umgebung an. „Sie schulen das Körpergefühl und trainieren den gesamten Körper“, sagt er.

Eine solche Anlage am Mehrgenerationenhaus hätte den Vorteil, dass sie öffentlich ist und von Jedermann genutzt werden kann. Die Stadt hat laut Nora Görke bereits einen Förderantrag für den Bau gestellt, bisher aber noch keine Zusage bekommen.

Von Sandra Bels