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Kyritz Alles Wichtige zur Vierfach-Wahl
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00:21 21.01.2019
Die Kyritzer Wahlleiterin Stephanie Pauly und Stellvertreterin Daniela Bading.
Die Kyritzer Wahlleiterin Stephanie Pauly und Stellvertreterin Daniela Bading. Quelle: Alexander Beckmann
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Kyritz/Wusterhausen

Die Vorbereitungen auf die Kommunalwahlen am 26. Mai gehen in die heiße Phase. In Kyritz und Wusterhausen informierten die Wahlleiter am Donnerstagabend öffentlich über den weiteren Ablauf.

In Kyritz hielt sich die Resonanz auf das Angebot in Grenzen. Nur eine Hand voll Interessenten folgten den Ausführungen von Wahlleiterin Stephanie Pauly.

Auch Ortsbeiräte werden gewählt

Die Kyritzer sind am 26. Mai gleich mehrfach zur Stimmabgabe aufgerufen: fürs Europaparlament, den Kreistag und die Stadtverordnetenversammlung. In den Ortsteilen werden zudem Ortsbeiräte gewählt. „Wir als Stadt sind nur für die Wahl der Stadtverordneten und der Ortsbeiräte zuständig“, betonte Pauly. Die amtliche Wahlbekanntmachung muss erst am 20. Februar veröffentlicht sein. Wahlvorschläge seien aber schon jetzt möglich.

18 Sitze seien in der Stadtverordnetenversammlung zu besetzen, drei bis fünf in den Ortsbeiräten. Für alle Kandidaten gilt: Bis spätestens 21. März, 12 Uhr, muss ihre Bewerbung dem Wahlleiter vorliegen. Einzelbewerber sollten dafür spätestens am Tag zuvor ihre Unterstützerunterschriften einreichen: zehn, wenn sie für die Stadtverordnetenversammlung kandidieren, drei für den Ortsbeirat. Ab Ende März werden dann Stimmzettel und Wahlbenachrichtigungen vorbereitet, Wahlhelfer eingewiesen und Wahlvorstände besetzt.

Die Unterlagen sollten rechtzeitig abgegeben werden

Stephanie Pauly empfiehlt potenziellen Kandidaten, zügig vorzugehen: „Mein Rat ist, den Wahlvorschlag mindestens eine Woche vor dem Termin einzureichen. Wir prüfen den ja und dann könnten Fehler noch korrigiert werden.“

Die Bewerbung erfordert einige Formulare: den jeweiligen Wahlvorschlag an sich, dazu die Zustimmungserklärung des Kandidaten, die amtliche Bescheinigung seiner Wählbarkeit, die Unterstützerunterschriften beziehungsweise bei Parteien und Wählergruppen das Protokoll der Nominierungsveranstaltung.

All diese Dokumente kann man sich im Rathaus abholen oder demnächst auch von der Internetseite der Stadt herunterladen. Stephanie Pauly bietet ihre Hilfe an: „Sie können uns immer anrufen. Ich komme auch zu Ortsbeiratssitzungen.“

18 Plätze in der Wusterhausener Gemeindevertretung

Für die Gemeinde Wusterhausen gilt all dies ganz ähnlich. Dort informierte am Donnerstag Wahlleiter Jürgen Gottschalk über die Wahlvorbereitungen. Knapp zwei Dutzend Besucher kamen. Die meisten von ihnen sind bereits in der Kommunalpolitik aktiv. Jürgen Gottschalk kündigte an, die amtliche Wahlbekanntmachung bereits Ende Januar auf die ortsübliche Weise zu veröffentlichen. Der Termin, an dem Wahlvorschläge eingereicht sein müssen, ist aber überall gleich: 21. März, 12 Uhr.

In Wusterhausen sind 18 Plätze in der Gemeindevertretung zu besetzen. Hinzu kommen der Ortsbeirat Dessow mit drei Mitgliedern und erstmals der Wusterhausener Ortsbeirat mit fünf Mitgliedern. In den anderen Ortsteilen sind Ortsvorsteher zu wählen.

Kein Ortsvorsteher in Sechzehneichen

Eine Ausnahme bildet Sechzehneichen, wo bereits bei den beiden vorangegangenen Kommunalwahlen kein Ortsvorsteher direkt bestimmt werden konnte. Damit gilt Sechzehneichen nun auf Dauer als Ortsteil ohne eigene Vertretung. Ein ähnliches Schicksal droht Blankenberg, Ganzer und Tramnitz, falls es dort diesmal erneut nicht zur Direktwahl eines Ortsvorstehers kommt.

Die Wähler können am 26. Mai auf bis zu vier Stimmzetteln ihr Kreuzchen machen. „Das ist schon eine Herausforderung – für den Wähler wie für die Wahlhelfer“, schätzt die stellvertretende Kyritzer Wahlleiteirn Daniela Bading ein. Schließlich müssten alle Stimmen auch korrekt ausgezählt werden. In Kyritz will man für die ausreichende Besetzung der Wahllokale nun eventuell auch Vereine um Unterstützung bitten.

Von Alexander Beckmann